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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Shaggy - Intoxication
Artikelbewertung: / 1
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05.10.2007
Shaggy - Intoxication
Shaggy, Vorzeigejamaikaner aus Kingston, der mit bürgerlichem Namen Orville Richard Burrell heißt, landete 1993 mit „Oh Carolina“ und 1995 mit „Mr. Boombastic“ Riesenhits und brachte seitdem 6 weitere Alben heraus, die sich bisher insgesamt über 20 Millionen Mal verkauft haben. Diesen Freitag erscheint das nächste Werk, welches auf den Namen „Intoxication“ hört und dem Namen gerecht werdend am besten mit möglichst betrunkenen Zeitgenossinnen genossen wird – der verzweifelte Versuch eines Verrisses.

 


Jaja, hört sich total sexistisch an. Aber sind wir mal ehrlich – was ist das denn für Musik, die Shaggy da seit Jahren macht? Und was hat der Name überhaupt zu bedeuten? Bestimmt ist er nicht nur eine Anspielung auf diese Scooby-Doo-Figur, die (Gott sei Dank) hierzulande kaum noch im Fernsehen zu sehen ist. Nennen wir das Kind beim Namen: „to shag“ steht für Geschlechtsverkehr und – um jetzt mal so richtig auszupacken – für diverse andere, möglichst versaute Wortvariationen diesbezüglich. Wenn es also irgendeinen Botschafter wackelnder Hintern und halbnackter Reggae-Dancehall-Schnitten gibt, dann ist es Shaggy.

Jener hat sich dann also für sein neues Patois-Feuerwerk wieder altbekannte Kooperationen gesichert. So sind wieder einmal Ruff-Entry-Crew-Mitglieder Redd Foxx und Screechy Dan am Mikrophon zu hören. Außerdem gibt es mit „What’s Love“ eine Kooperation mit R’n’B-Flöte Akon und auch Big-Yard-Labelkollegen Rik Rok und Rayvon dürfen wieder mitmischen.

Shaggy (c) Shaggy


Und es ist schon erstaunlich, was diese LP bewirkt. „Intoxication“ ist so schlecht, dass sie fast schon wieder gut ist. Fast? Sie ist gut. Ja, es ist raus – sie ist gut. Punto. Da gibt’s nix zu meckern. Zwischen all den schon mindestens eine Million Mal gehörten Reggae-Whatsoever belanglosen Tracks gibt es immer wieder wirklich enorm groovige Titel, die trotz ihrer teils dämlichen Texte derart Spaß machen, dass man sie direkt noch einmal hören muss. Und danach gleich noch einmal.

Ein solcher Track etwa ist „Intoxication“, den man gar nicht laut genug hören kann. Musikalisch ist hier für die Dancefloor-Tauglichkeit einfach alles gelungen - der Text allerdings ist nichts für katholische Mädchen oder Liebhaber guter Lyrik…

…/ain’t never gonna drink again/before I take a sip I’m gonna think of when/I had sex with a girl I considered a friend/I can blame intoxication/…

Na herzlichen Glückwunsch…

Shaggy (c) Shaggy

Butter bei de Fische: Je länger man diese Platte hört, desto mehr Lust bekommt man auf laue Sommernächte, Mädels in Bikinis im, am und um den Pool herum, eine ordentlich bunt beleuchtete Tanzfläche und ein verspieltes Potpourri an alkoholfreien Cocktails – ja ne, is’ klar.

Und bei all der Tanztauglichkeit vergisst Shaggy auch auf „Intoxication“ nicht seine Wurzeln. Spätestens mit „All about love“ übernehmen die Steeldrums, Trompeten und schnarrenden Gitarren die Hütte und bohren sich in klassischer Reggea-Manier in die Gehörgänge. Und mit „Church Heathen“ gibt es dann noch eine Mischung aus Choral, Discorhythmus und Digeridoo-Gesumme, welche zumindest der Autor so bisher noch nicht gehört hat.

Gegen Ende verliert die CD leider ein wenig an Kreativität und Schwung, aber nichtsdestotrotz hat Shaggy einfach den Dreh raus und man kann nichts anderes sagen als ein verzweifelt lächerliches „Yo man, well-a-done-a“.

Wer hätte das gedacht…

Bewertung:3,5/5
Highlights: Intoxication, Woman scorn, Out of control
Lowlights: Those days (feat. Masha), More Woman

Weiteres Material:
Webseite: http://www.shaggyonline.com
Reinhören: http://www.myspace.com/shaggy


Tracklist:
1. Can't Hold Me
2. Bonafide Girl Feat. Rik Rok & Tony Gold
3. Intoxication
4. Those Days Feat. Nasha
5. More Woman
6. Woman Scorn Feat. Nasha
7. Mad Mad World Feat. Sizzla Kalonji & Collie Buddz
8. Out Of Control Feat. Rayvon
9. Church Heathen
10. Wear Di Crown Feat. Mischieve
11. Criteria
12. Body A Shake
13. What's Love Feat. Akon
14. Holla At You
15. All About Love
16. Reggae Vibes (Bonus)

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