| Annie Lennox – Songs of Mass Destruction |
| 27.09.2007 | |
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![]() Auch auf „Songs of Mass Destruction“ befinden sich derartige Songs, die sofort mitten ins Herz treffen und mit ihren gefühlvollen Arrangements, begleitet von Lennox’ Geschichten, den Blick unweigerlich aus dem Fenster in die Ferne schweifen lassen. So etwa der Opener „Dark Road“, der gleichzeitig die erste Singleauskopplung des Albums ist. Oder auch „Through the glass darkly“, das während Vers und Bridges die Melodie nicht auflösen mag, bis die Spannung im Refrain doch noch aufgehoben wird. Dem geneigten Hörer wird auffallen, dass die Highlights fast durchweg solch langsame Nummern sind. Einziger Höhepunkt aus den „schnelleren“ Titeln ist „Coloured bedspread“, das sich geradezu anbietet für einen Club-Remix und spätestens dann mit seinem Space-Sound überzeugt, wenn Lennox singt /We make the stars collide/I touch the planets/through your eyes Mag kitschig klingen, kommt aber richtig gut rüber. Und wie kommt man auf einen solchen Albumtitel? „Wenn ich mich umschaue, dann sehe eine Welt, in der Wahnsinn herrscht, eine Welt voller Gewalt und Aggression, Misskommunikation und Grausamkeit“, erklärt sie. „Als Frau und Mutter ist es eine erschütternde Aussicht, damit klar kommen zu müssen. Und dann gibt diese ganzen Dinge in mir, in allen von uns: Unerwiderte Liebe, der Mangel an Frieden, das Chaos von Gedanken und Erinnerungen. Diese Songs sind meine Methode, diese Gefühle zu kanalisieren und den Schmerz loszuwerden. Ich möchte, dass die Menschen sich davon angesprochen fühlen. Ich möchte, dass sie spüren: ‚Oh mein Gott, sie singt über MEIN Leben’. Mein Blut und meine Knochen stecken in dieser Musik. Ich habe absolut alles gegeben, was ich zu bieten habe.“ ![]() Alles in allem also Lennox pur – produziert von niemand Geringerem als Glen Ballard (Alanis Morissette, Van Halen, No Doubt, …) bietete „Songs of Mass Destruction“ genug Titel, um von Fans angebetet zu werden und neue Ohren zu überzeugen. Wären da nicht einige absolut nicht nachvollziehbaren Aussetzer wie „Love is blind“ oder „Ghosts in my machine“, die eher an Polka und Billig-Pop erinnern, könnte das Album gar noch ein halbes Sternchen mehr abgreifen. Aber auch mit diesen Titeln auf der LP sollte man als Liebhaber zauberhafter Pop-Balladen mal reinhören. Kleines Detail-Highlight noch am Rande. Auf „Sing“ sind neben Lennox noch einige der bekanntesten Sängerinnen der Welt zu hören: Madonna, Melissa Etheridge, Celine Dion, Sugababes, Dido, Anastacia, Gladys Knight, K. D. Lang, P!nk, Angelique Kidjo, Bonnie Raitt, Shakira, Sarah McLachlan, Fergie, Beverly Knight, Faith Hill, Martha Wainwright, Joss Stone, KT Tunstall, Shingai Shoniwa, Beth Gibbons, Isobel Campbell und Beth Orton. Wir hätten wahrlich nicht alle rausgehört… Bewertung: Highlights: Dark Road, Smithereens, Throuh the glass darkly, Lost, Coloured bedspread Lowlights: Love is blind, Ghosts in my machine, Womankind Weiteres Material: Webseite: http://www.alennox.net/ Tracklist: 1. Dark Road 2. Love Is Blind 3. Smithereens 4. Ghosts In My Machine 5. Womankind 6. Through The Glass Darkly 7. Lost 8. Coloured Bedspread 9. Sing 10. Big Sky 11. Fingernail Moon |



