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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Le Peuple De L’Herbe – Radio Blood Money
Artikelbewertung: / 1
SchlechtSehr gut 
25.09.2007
Le Peuple de l'herbe (c) Le Peuple de l'herbe - Radio Blood Money
Wir schreiben irgendein Jahr in naher Zukunft. Die Menschheit wurde durch einen nuklearen Zwischenfall oder irgendeine andere Apokalypse dezimiert. Eine handvoll Überlebende beschließt das ultimative Radioprogramm auf die Beine zu stellen und per Satellit zu senden. „Weniger Maschinen, mehr Mensch“ lautet das Motto von „Radio Blood Money“. Klingt alles etwas wirr? Stimmt. Die Musik lässt sich dennoch ganz gut anhören.

 

 
Die Geschichte, die dem Album „Radio Blood Money“ zugrunde liegt, basiert auf einer Kurzgeschichte des Sciene-Fiction-Autors Philip K. Dick und wurde außerdem inspiriert „von der heutigen politischen Wirklichkeit“. Philip K. Dick schrieb – damit hier mal klar gestellt wird, von welchem Schwergewicht wir hier überhaupt reden - unter anderem die Vorlagen zu den Filmen "Blade Runner", "Total Recall"," Minority Report", "Paycheck" und "A Scanner Darkly". Keine leichte Aufgabe also!

Und gleich noch ein intellektueller Nachschlag: „Le Peuple de l’herbe“ heißt übersetzt „Das Volk des Grases“ und stellt 5 Franzosen in Form einer Band dar, die 1997 gegründet wurde und seitdem vier Alben veröffentlicht habe.

Le Peuple de l'herbe (c) Le Peuple de l'herbe


Dabei haben sie stets auf eine durchdachte Mischung aus Hip Hop Lyrics, Elektro-Samples und Beats vertraut. Mit „Radio Blood Money“ wird das Konzept auf die nächste Ebene geführt. Mit ein wenig Fantasie schafft es fast jeder Track durch eine stets etwas beklemmende Atmosphäre eine postapokalyptische Welt zu schaffen, aus deren Trümmern als einzige Zeugen der ursprünglich am Himmel kratzenden Bauwerke verbogene Stahlträger ragen.

„The Fall“, der fünfte Track des Albums, wirkt hier mit seinen fast dem Rock zuzuordnenden Riffs besonders mächtig und kreiert zusammen mit dem nachfolgenden Titel „Quai No. 8“ eine beklemmende Vision von Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. Ganz anders kommt dann urplötzlich „Plastic People“ daher. Der geradezu an eine Big Band Revue und gehstockschwingende Zylinderträger erinnernde Song lässt vielleicht sogar das Tanzen zu und zudem noch jegliche vorher aufgebaute Beklemmung verschwinden.

Le Peuple de l'herbe (c) Le Peuple de l'herbe


„Radio Blook Money“ bietet neben Sprechgesang auch viel Instrumentales. So befinden sich zwischen den textlastigen Stücken immer wieder mit vielen interessanten Samples versehene Titel, die auch als Soundtrack zu einem progressiven, erfolglosen Science-Fiction-Thriller passen könnten. Erfolglos deshalb, weil zwar gut, aber nicht massentauglich.

Und so steht „Radio Blood Money“ irgendwo zwischen einem Aha-Effekt, weil es ein mutiges Experiment ist sich musikalisch an solch einen Stoff heranzuwagen, und der Frage, welche oder ob überhaupt eine Botschaft im Vordergrund steht. Denn so richtig überspringen will der inhaltliche Funke nicht, wenn die LP nicht immer erkennen lässt, ob eine fiktive Geschichte erzählt oder Kritik an den heutigen politischen Instabilitäten geübt wird.

Musikalisch allerdings für Hip Hop und Dub Fans durchaus interessant. Reinhören könnte belohnt werden, auch wenn das Album an Ende etwas an Kreativität und Abwechslung vermissen lässt.

Bewertung:3/5
Highlights: History Goes, Judge not, The Fall, Riddim Collision
Lowlights: Traces, Dopebeats

Weiteres Material:
Webseite: http://www.lepeupledelherbe.net
Reinhören: http://www.myspace.com/lepeuple


Tracklist:
1. Yep!         
2. History Goes         
3. Judge Not         
4. Traces         
5. The Fall         
6. Quai No. 8         
7. Plastic People         
8. Dopeheads         
9. Viva La Revolution         
10. Riddim Collision         
11. Free Degree         
12. Yep (Afini)

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