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Paul van Dyk – Produzenten- und DJ-Ikone. Der Mann, der ca. 1,5 Monate im Jahr nur in der Luft verbringt, der 2006 an 118 Tagen an über 100 Orten weltweit performt hat, von Manila nach Miami, von Rio nach Tokio und mit über einer halben Million Kilometern über 16 Mal die Welt umrundet hat. Genau dieser Mann möchte mit seinem neuen Album „In Between“ mal wieder gehörig mitmischen und präsentiert 17 Tracks von chillig bis tanzbar…
Eigentlich kennt ihn ja fast jeder, in der Liste der Top-DJs ist er stets ganz weit oben, wenn nicht sogar an der Spitze. Über 2,3 Millionen Tonträger hat der Herr aus Eisenhüttenstadt bisher verkauft, doch hört man wiederum nicht regelmäßig von ihm, es sei denn er bringt wie jetzt am 24.8. ein neues Album heraus. Skandale oder sonstige Gossip-Eskapaden sind ihm ein Fremdwort, denn dafür bleibt bei diesem Tourplan ehrlich gesagt auch keine Zeit.
Erwähnenswert ist ebenfalls, was Paul van Dyk bereits an Preisen abgeräumt hat, denn die Liste kann sich wirklich sehen lassen. „Best International DJ Award” an den London Music Award, “Best International DJ” (im brit. Magazin "Ministry of Sound"), “Best European DJ” (Miami Winter Music Conference 2003), “Best Global DJ” (Miami Winter Music Conference 2005) – die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen.
Um zum Album zu kommen: Mit “In Between” macht van Dyk schlicht und einfach wieder das, was er am besten kann. Er bietet eine CD randvoll mit perfekt abgemischten Tracks von chillig bis unglaublich tanzbar.
Als eher ruhig beschrieben seien hier Tracks wie „Haunted“ oder „Let Go“, die mit Gaststimmen etwa von „Pussycat Doll“ Jessica Sutta oder Rea Garvey (Reamonn) prädestiniert wären für Lounge/Chillout Compilations wie die zuletzt arg ins Durchschnittliche abgedriftete Cafe del Mar Reihe.
Innovativ wie immer verschmelzen bei van Dyk sphärische Synthieklänge mit stampfenden Beats, ruhigen Zwischenparts und sich stets perfekt ins Geschehen einfügende Gesangsteile. Letztere sind unter van Dyk Fans zwar immer wieder Grund zur Diskussion, denn auf der einen Seite erwartet man von einem DJ ein möglichst ausgereiftes Instrumentalset, auf der anderen Seite genießt man doch die vokalgestützten Titel, die man auch an einem lauen Sommerabend auf der Veranda hören kann. Was am Ende nun öfter gespielt wird, sei dem geneigten Leser selbst überlassen.
Paul van Dyk bedient beides uneingeschränkt gekonnt und lässt am Ende keine Zweifel aufkommen, dass er immer noch einer der Besten seines Fachs ist.
Wenn hier die Tanzbären und –Bärinnen unter euch nicht die Anlage zum Popowackeln aufdrehen und die Nachbarn aus den Betten werfen, solltet ihr mal beim Doc durchchecken lassen. Das Album ist übrigens auch für diejenigen ein Ohr wert, die mit Trance noch nicht allzu viel anfangen können und gern mal einen nicht allzu harten Einblick riskieren wollen.
Bewertung:
Highlights: Haunted, Sabotage, Complicated, Get Back
Lowlights: Far Away, Talk In Grey
VÖ 24.8.
E-Card: Link
Weiteres Material: Webseite: http://www.paulvandyk.de/ Reinhören: http://www.myspace.com/paulvandyk
Tracklist:
01. Haunted
02. White Lies (featuring Jessica Sutta)
03. Sabotage
04. Complicated (featuring Ashley Tomberlin)
05. Get Back (featuring Ashley Tomberlin)
06. Far Away (featuring Giuseppe Ottaviani)
07. Another Sunday
08. Talk In Grey (featuring Ryan Merchant)
09. In Circles
10. In Between
11. Stormy Skies (featuring Wayne Jackson)
12. Detournement
13. New York City
14. Castaway (featuring Lo Fi Sugar)
15. Dolce Vita
16. Let Go (featuring Rea Garvey)
17. Fall With Me (featuring David Byrne)
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