| Loreena McKennitt - An Ancient Muse |
| 17.03.2007 | |
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Es scheint eine unendliche Zeit gewesen zu sein, in der man nichts mehr von der kanadischen Sängerin gehört hat. Wie lange durfte man sich von den alten Alben in ferne Länder und Zeiten tragen lassen und den wunderschönen Klängen ihrer Stimme, begleitet von allerlei teilweise gar exotischen Instrumenten, verzaubern lassen.
Wenn Musik Bilder malt... Das neue Album "An Ancient Muse" steht den bisherigen Schöpfungen in keinster Weise nach. Schon zu Beginn lässt "Incantation" keinen Zweifel übrig, wohin die Reise führen wird - Richtung Osten. Es wirkt wie im Film, wie eine Kamerafahrt vom heimischen Sofa an die Tore des Orients, bis man schließlich an der Schwelle zu einer anderen Kultur steht und durch "The Gates of Istanbul" Bilder vorbeiziehender Karawanen und heißen Wüstensands gemalt werden. Und wenn man als Unbeteiligter jemals im Traum mit einer Karawane gezogen sein sollte, so ist "Caravanserai" die Vertonung dessen. Die Musik umschreibt das langsame Erwachen der Nomaden und den Abmarsch so bildlich, dass man sich fast den Sand aus den Augen reiben möchte. Doch nicht nur orientalisch angehauchte Stücke sind auf der Platte zu finden. Loreena McKennitt vertont auch diesmal wieder Gedichte auf ihre gewohnt einfühlsame Art und lässt uns teilhaben an Schicksalen wie denen von Ladies und Rittern im schönen "The english Ladye and the Knight". Nicht zuletzt spielt auch Homers Odysee eine Rolle in den Liedern. "Penelope's Song" erzählt derart romantisch von Hoffnung, dass es einem ganz warm ums Herz wird. ![]() Es gibt nicht viel mehr zu sagen, als dass dieses Album wieder ein Prachtstück ist und sowohl Fans als auch neue Hörer verzücken wird. Ein einziges kleines Manko sind die instumentalen Stücke, die zwar wunderschön sind, aber leider an Energie vermissen lassen. Hier hätte man noch mehr Kraft in die Produktion stecken können. Wer die Musik von Loreena McKennitt mag und die Chance bekommt ein Konzert zu besuchen, dem sei dies wärmstens empfohlen. Es ist fantastisch wie umwerfend diese Künstlerin mit ihren Musikern auch live die Athmosphäre der Alben nochmal steigern kann. Und gerade hier wirken die instrumentalen Lieder ohne Gesang viel kraftvoller als auf den Alben. Bewertung: |




