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Opeth - Watershed
Das, was man heute unter Progressive Metal oder Progressive Rock versteht, ist eine zu Unrecht unterschätzte Musikspezies, die entweder gehasst (respektive nicht verstanden) oder schlicht und einfach vergöttert wird. Die schwedische Prog Metal Band Opeth um Mastermind Mikael Åkerfeldt ist mit ihrer Mischung aus brachialem Gebolze, balladesken Einlagen und Anflügen von Jazz und Folk nach 8 Alben eine feste Institution in diesem Bereich. Hätte Musik die Welt erschaffen, hätten Opeth den Himmel in all seinen Facetten geformt.

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Robyn - Robyn (The Album)
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03.08.2007
Robyn - Robyn (The Album)
Elektropop aus Schweden? Immer her damit und bitte reichlich, denn was die skandinavischen Freunde regelmäßig in Sachen Popmusik auf die Beine stellen, kann sich meist mehr als nur sehen lassen. Und jetzt steht eine Dame namens Robyn auf der Matte und schickt sich an mit Hip-Hop geprägtem Pop und einer gehörigen Prise Selbstironie eure Gehörgänge zu erobern.

 


Wer ist diese Dame, die sich im ersten Track vorstellt als die Weltrekordhalterin in Tetris mit mehreren Gazillionen an Punkten? Diese Frau, die die Heilung einer ganzen Reihe todbringender Krankheiten sein will und der es am Ende eigentlich doch nur um Cash gehen will?

Robyn nennt sie sich und heißt im richtigen Leben Robin Miriam Carlsson, wurde 1979 in Stockholm geboren und „tourte“ bis zu ihrem siebten Lebensjahr mit ihrer Mutter (Schauspielerin) und ihrem Vater (Regisseur), beide Teil einer Theatergruppe, durch die Lande. Als sie mit 13 während einer Schulaufführung dann ein Lied über die Scheidung (was denn sonst) ihrer Eltern sang, wurde sie entdeckt und von BMG unter Vertrag genommen. Schupp di wupp landete sie dann 1997 mit „Show me love“ einen Hit und ist seitdem international halbwegs bekannt. Nachdem sie im internationalen Geschäft und hier vor allem in den USA erfahren musste, was es heißt, dass die eigene Musik kommerzialisiert und einem breiten Markt schmackhaft gemacht wird, nur um möglichst vielen Hörern zu gefallen, schmiss sie ihren Vertrag über Bord und gründete ihr eigenes Label „Konichiwa Records“.

Robyn (c) Konichiwa Records

Allein dieser extrem kurze Zusammenschnitt von Robyns Geschichte macht deutlich, dass diese Frau, wenn ihr alles auf den Zeiger geht, eben ihr eigenes Ding macht. Und – so kitschig das jetzt klingen mag – ist es genau das, was auf der Platte rüberkommt. Die Songs sind durchweg liebevoll arrangiert und eingesungen. Selbst die „härteren“ Tracks wie „Cobrastyle“ oder „Robotboy“ sind sehr pointiert eingesungen und geben dem Hörer stets das Gefühl, dass hier jemand seine Songs liebt.

Gut, die Instrumentalisierung klingt dann doch recht künstlich, besteht jeder Track nämlich aus synthetischen Klängen und lässt jegliches echte Instrument vermissen. Doch gerade diese Kombination aus Synthesizern und mädchenhafter und dazu noch guter Stimme gibt dem Ganzen einen enorm sympathischen und authentischen Charakter.

Die Songs sind gute bis sehr gute Popsongs, die nur sporadisch von Monotonie befallen sind und dann in die zu überhörende Durchschnittlichkeit abdriften. Die meisten der Tracks allerdings bieten sehr tanzbare Rhythmen und Parts zum Mitsingen. Gerade dieses Muster von recht eintönig klingenden Versen, die sich nach nicht allzu langer Zeit in einen höchst melodischen Refrain verwandeln, wird hier sehr gut angewandt und funktioniert bei Titeln wie „Robotboy“ ganz hervorragend. Und dass Robyn auch tatsächlich singen kann, wird spätestens mit „Eclipse“ deutlich.

Robyn (c) Konichiwa Records

Was sagt die Künstlerin selbst über ihr Album? “Trotz aller Neuartigkeit wollte ich immer noch Popmusik schreiben. Aber ich wollte die Arrangements schlicht halten, mit sparsamen Mitteln arbeiten und das Ergebnis knallhart und messerscharf klingen lassen.” Gelungen.

Und über ihr eigenes Label? „Das ist die Zukunft! Ich glaube sowieso nicht, dass es in fünf Jahren noch große Plattenfirmen gibt. Oder in drei Jahren. Die Typen haben sich nicht auf diese Welt eingestellt, wo man einfach Musik downloaded und nichts mehr kauft, wenn es einem nicht 100%ig gefällt. Wahrscheinlich haben sich die Plattenbosse immer unsterblich gefühlt in ihrem Größenwahn und haben geglaubt, sie könnten mit ihrem Geld einfach alles kaufen.“

Die Frau weiß, was sie will! Und reinhören sollte man nicht nur deswegen! Wer auf der Suche ist nach der Sorte Popmusik, die nicht klebrig ist wie eine Spears oder langweilig wie dutzende anderer 08/15 Künstler, der sollte die 45 Minuten mal investieren und Robyn ein wenig zuhören. Vielleicht funkt’s ja.

Bewertung: 3,5/5
Highlights: Cobrastyle, Handle me, Robotboy, Anytime you like
Lowlights: Who’s that girl, Should have known

VÖ 10.8.

Weiteres Material:
Webseite: http://www.robyn.com/
Reinhören: http://www.myspace.com/robynmyspace


Tracklist:
1. Curriculum Vitae
2. Konichiwa Bitches
3. Cobrastyle
4. Handle Me
5. Bum Like You
6. Be Mine!
7. With Every Heartbeat
8. Who`s That Girl
9. Bionic Woman
10. Crash And Burn Girl
11. Robotboy
12. Eclipse
13. Should Have Known
14. Anytime You Like

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