| Robyn - Robyn (The Album) |
| 03.08.2007 | |
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![]() Allein dieser extrem kurze Zusammenschnitt von Robyns Geschichte macht deutlich, dass diese Frau, wenn ihr alles auf den Zeiger geht, eben ihr eigenes Ding macht. Und – so kitschig das jetzt klingen mag – ist es genau das, was auf der Platte rüberkommt. Die Songs sind durchweg liebevoll arrangiert und eingesungen. Selbst die „härteren“ Tracks wie „Cobrastyle“ oder „Robotboy“ sind sehr pointiert eingesungen und geben dem Hörer stets das Gefühl, dass hier jemand seine Songs liebt. Gut, die Instrumentalisierung klingt dann doch recht künstlich, besteht jeder Track nämlich aus synthetischen Klängen und lässt jegliches echte Instrument vermissen. Doch gerade diese Kombination aus Synthesizern und mädchenhafter und dazu noch guter Stimme gibt dem Ganzen einen enorm sympathischen und authentischen Charakter. Die Songs sind gute bis sehr gute Popsongs, die nur sporadisch von Monotonie befallen sind und dann in die zu überhörende Durchschnittlichkeit abdriften. Die meisten der Tracks allerdings bieten sehr tanzbare Rhythmen und Parts zum Mitsingen. Gerade dieses Muster von recht eintönig klingenden Versen, die sich nach nicht allzu langer Zeit in einen höchst melodischen Refrain verwandeln, wird hier sehr gut angewandt und funktioniert bei Titeln wie „Robotboy“ ganz hervorragend. Und dass Robyn auch tatsächlich singen kann, wird spätestens mit „Eclipse“ deutlich. ![]() Was sagt die Künstlerin selbst über ihr Album? “Trotz aller Neuartigkeit wollte ich immer noch Popmusik schreiben. Aber ich wollte die Arrangements schlicht halten, mit sparsamen Mitteln arbeiten und das Ergebnis knallhart und messerscharf klingen lassen.” Gelungen. Und über ihr eigenes Label? „Das ist die Zukunft! Ich glaube sowieso nicht, dass es in fünf Jahren noch große Plattenfirmen gibt. Oder in drei Jahren. Die Typen haben sich nicht auf diese Welt eingestellt, wo man einfach Musik downloaded und nichts mehr kauft, wenn es einem nicht 100%ig gefällt. Wahrscheinlich haben sich die Plattenbosse immer unsterblich gefühlt in ihrem Größenwahn und haben geglaubt, sie könnten mit ihrem Geld einfach alles kaufen.“ Die Frau weiß, was sie will! Und reinhören sollte man nicht nur deswegen! Wer auf der Suche ist nach der Sorte Popmusik, die nicht klebrig ist wie eine Spears oder langweilig wie dutzende anderer 08/15 Künstler, der sollte die 45 Minuten mal investieren und Robyn ein wenig zuhören. Vielleicht funkt’s ja. Bewertung: Highlights: Cobrastyle, Handle me, Robotboy, Anytime you like Lowlights: Who’s that girl, Should have known VÖ 10.8. Weiteres Material: Webseite: http://www.robyn.com/ Reinhören: http://www.myspace.com/robynmyspace Tracklist: 1. Curriculum Vitae 2. Konichiwa Bitches 3. Cobrastyle 4. Handle Me 5. Bum Like You 6. Be Mine! 7. With Every Heartbeat 8. Who`s That Girl 9. Bionic Woman 10. Crash And Burn Girl 11. Robotboy 12. Eclipse 13. Should Have Known 14. Anytime You Like |



