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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Justice - Cross
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24.07.2007
Justice - Cross
Was zum Henker ist denn hier los??? Hat das jemand kommen sehen? Hat uns denn niemand vorgewarnt? Der Wind frischt auf, wandelt sich in Sekunden zu einem tosenden Sturm, lässt Wellen gegen die Erde schlagen und alle Gewitter der Welt brüllen ein gnadenloses „JUSTICE!!!“, das alles auf den Boden drückt, was sich ihm in den Weg stellen will.

 


Es ist, als ob die Hand Gottes persönlich aus dem Himmel hernieder fährt, um die Schöpfung noch einmal von vorn beginnen zu lassen – nicht etwa die unserer Welt, nein, das wäre zu einfach. Was hier entsteht, ist eine neue Elektro-Tanz-Welt, die keine Touristen zulässt, sondern nur Jünger und vom Weg Abgekommene, die sich dazu bereit erklären, geläutert zu werden.

Was passieren sollte, als sich vor etwa 3 Jahren die beiden Franzosen Xavier und Gaspard in Paris trafen, konnte niemand ahnen. Der eine studierte Grafikdesign und spielte Bass und Gitarre, der andere verdiente ein wenig Geld als Drummer diverser Rockbands. Nur eine Woche dauerte es, bis die beiden 2 Tracks fertig hatten, von denen einer recht schnell auf irgendwelchen Samplern verschwand – der andere gelangte in die Hände von Pedro Winter, seines Zeichens Daft Punk-Manager und Chef des Labels Ed Banger Records.

Justice (c) Warner Music Group


Dieser suchte gerade noch ein paar Tracks für eine Dance-Compilation seines Labels und unversehens landete „Never be alone“ von Justice auf der B-Seite und wurde zum Clubhit. Das Ding wurde in England hoch und runter gespielt und die Band kam vor lauter DJ-Engagements und Remix-Anfragen gar nicht mehr hinterher. Was also konnte die Welt mehr wollen als ein ganzes Album der beiden Franzosen, die nicht ganz zu unrecht mit Daft Punk verglichen werden, denen sie schon bald zur ernsthaften Konkurrenz werden könnten.

Mit dem nun erschienenen Album, das in Worten am besten mit „Cross“ beschrieben wird, fackeln die beiden ein Elektro-Feuerwerk allererster Sahne ab. Wenn die Platte mit „Genesis“ beginnt, dröhnen die Boxen, röhrt der Bass, wird keine Rücksicht genommen – pfeifend, scratchend, funky und rhythmisch überwältigend hämmert zeigt der Song wo es lang geht. Nämlich direkt in die tiefsten Gefilde unglaublichster Tanzmusik. Wenn sich hier kein – Verzeihung – Arsch zum Beat bewegt, ist die Welt dem Untergang geweiht.


Ohne Kompromisse wird hier der Bass mit mal eingängigen, mal schlicht und einfach Nerven zerfetzenden Motiven auf Volllast gefahren. Wenn in „Let there be light“ modulierende Orgeltöne wie Lichtstrahlen vom Himmel brennen und irritierende Störgeräusche sich zu einem harmonischen Ganzen formen, dann ist nur schwer zu fassen, wie 2 Menschen solche Sounds entwickeln können.

Justice (c) Warner Music Group


Auf „Cross“ jagt eine Tanznummer die nächste. Seien es der mit House kokettierende Hit „D.A.N.C.E.“, die Serie „Phantom“ und „Phantom Pt.2“, die Party-Hymnen „The Party“ und „DVNO“ – hier wird nichts, aber auch gar nichts dort gelassen, wo es mal gestanden hat. Dass die Platte auch musikalische Referenzen bietet, die bis zur Klassik hineinreichen, wird bei „Stress“ deutlich – zu Beginn dem „Hummelflug“ von Rimski-Korsakov ähnlich, stürmt der Track die Tanzfläche, um dann gar romantisch klassisch zu enden.

Herrjeh, wie schaffen es die Franzosen nur, so grandiose elektronische Musik zu fabrizieren? Seien es Daft Punk, die eher ruhigere Truppe von Air oder jetzt Justice – was regelmäßig aus dem Land des Käses und der länglichen Weißbrotstangen kommt, ist einfach zu oft ein Schlag in die Magengrube aller, die denken, dass sie es nur halb so gut können.  An alle Tanzbienen und Tanzbären da draußen: Anhören oder am besten gleich begraben lassen! Amen!

Bewertung: 4,5/5
Highlights: Genesis, D.A.N.C.E., Phantom Pt.2, The Party, DVNO
Lowlights: -

Tracklist:
1. Genesis          
2. Let There Be Light (album version)          
3. D.A.N.C.E. (Album Version)          
4. Newjack          
5. Phantom          
6. Phantom pt. II          
7. Valentine          
8. The Party          
9. Dvno          
10. Stress          
11. Waters Of Nazareth (album version)          
12. One Minute To Midnight

Weiteres Material:
Webseite: http://www.myspace.com/etjusticepourtous


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