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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Empty Trash, 11.7. München, Ampere
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18.07.2007
Empty Trash (c) Thomas Henz
Abends, halb Neun in München. In einem Club, der hinterm Muffatwerk liegt und am besten über den angrenzenden Biergarten zu erreichen ist, tummeln sich etwa 200-300 Mädels im Alter von 12 bis – sagen wir – maximal 20 Jahren. Ab und zu ist auch ein Kerl zu sehen – scheint aber ein Techniker zu sein.

 


Was gewollt leicht ironisch beschrieben wird, ist in Wirklichkeit todernst. Es geht hier um „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmer Max Buskohl und seine Band Empty Trash, die nach dem Rausschmiss ihres Sängers bei „Deutschlands größter Castingshow“ zu unverhofftem Ruhm gelangen. Unverhofft? Naja, man könnte durchaus meinen, dass der ganze Trubel um den zugegebener Maßen talentierten Rockvokalisten dazu diente, die Band erst richtig zu promoten. Aber wie dem auch sei -  man war doch gespannt, wie sich Empty Trash so geben.

Doch zunächst durften für gute 45 Minuten die Reisegruppe Fischer an den Start gehen und als Vorgruppe all die Mädels auf Betriebstemperatur bringen. Und dies gelang ihnen auch erstaunlich gut. Nicht, dass das Publikum sowieso schon ganz fiebrig war, würde doch in Kürze Herr Buskohl auf der Bühne stehen. Nein, die Band konnte mit ihren Songs, die irgendwie wie Mia auf E-Gitarren klingen, ordentlich Stimmung machen – und das sehr abwechslungsreich. Besonders Frontfrau Susan Fischer wusste die sehr kleine Bühne sehr gut zu nutzen und überzeugte mit Spaß an der Sache.

Empty Trash (c) Thomas Henz

Als der Auftritt geschafft war, war die Spannung durchaus zu spüren. Vereinzelte verzückte Seufzer gab es bereits, als sich der aus diversen TV-Interviews bekannte Vater von Max Buskohl um die letzten Bühnendetails kümmerte. Und nachdem auch die Schweißtücher auf der Bühne verteilt waren (wie die Großen!), konnte es losgehen.

Und noch nie lagen Pogo und Panik so nah beieinander. Es ist ja nicht so, dass Empty Trash gemütliche Dudel-Rockmusik machen. Nein, ganz im Gegenteil – es geht teilweise richtig ab, was die Jungs um Max Buskohl da durch die Verstärker pusten. Nach 2-3 Songs war die Stimmung dann auch da angekommen, wo sie für den Rest des rund 75minütigen Auftritts auch bleiben sollte. Da bildete sich ein ordentlich abrockender Pulk von Mädels, wobei manche von der doch sehr kraftvollen Musik überfordert wurden und sich der pogenden Masse nicht länger als 1-2 Songs stellen wollten und konnten. Diesbezüglich sei Respekt denjenigen Girls gezollt, die während des Konzerts nicht aufgaben und gar noch am Ende zum einen den glitzernden Haarreif und zum anderen die buskohlesken Hüte noch auf ihren Köpfen hatten – große Leistung!

Empty Trash (c) Thomas Henz

Man sollte Empty Trash dankbar sein, dass sie es fertig bringen, die jungen Mädels zu Rockmusik kreischen zu lassen und nicht zu Hip-Hop Langeweilern wie Sido oder wie sie alle heißen - sei es, ob sie nun wegen Max ihre Stimmbänder belasten oder wegen der Musik. Ganz im Stil großer Stars wird da ja schon geschrieen, wenn der Frontmann nur den Hut auszieht, um sich Wasser über den Kopf zu schütten und die Mähne zu schütteln – ein amüsantes Schauspiel.

Nach 1 Zugabe und 2 weiteren Songs war dann auch Schluss und man kann sagen, dass ein wirklich souveräner Auftritt geboten wurde, bei dem eigene Songs und einiges an Coverversionen vorgetragen wurden. Jetzt fehlen nur noch die richtigen Ohrwürmer und dann könnte einer Karriere nichts mehr im Weg stehen. Die Stimme hat Buskohl und was er an Performance bietet, kann sich ebenfalls sehen lassen.

Weiter so und dann wird’s schon – vorausgesetzt man schafft den Sprung von einigen hundert Mädels zum größeren Publikum. Gegönnt sei’s ihnen.

Weiteres Material:
Webseite: http://www.empty-trash.de
Reinhören: http://www.myspace.com/emptytrashberlin


Auch unbedingt mal bei der Reisegruppe Fischer reinhören:

Weiteres Material:
Webseite: http://www.reisegruppefischer.de
Reinhören: http://www.myspace.com/reisegruppe
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