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The Dø - "A mouthful"

fff

Schon vor einiger Zeit berichteten wir von eben jenem Zusammenschluss eines französischen Filmkomponisten und einer finnischen Sängerin, der sich anschickt unter dem Namen „The Dø“ (sprich "doe") feinste, mal avangardistische, mal ganz klassische Popmusik unters Volk zu bringen. Und wenn die Exzentrik unserer Nachbarn auf eine skandinavische Samtstimme trifft, dann kommt eine fast superbe Mischung dabei heraus.

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Chris Cornell - Carry On
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10.07.2007
Chris Cornell - Carry On
Nach der recht erfolglosen ersten Solo-Scheibe vom Ex-Audioslave Frontmann Chris Cornell, dem Mann, der den Titelsong des letzten Bond-Streifens “Casino Royal” gesungen hat, startet eben jener nun den zweiten Versuch als One Man Show. Mit 14 Tracks und einem zusätzlichen Bonussong im Gepäck soll auf „Carry On“ schön gerockt und die alten Zeiten als Teil einer doch recht erfolgreichen Band hinter sich gelassen werden.



Chris Cornell, geboren in Seattle als Christopher Cornell, dürfte vielen noch bekannt sein als Frontmann von Soundgarden, deren Hit „Black Hole Sun“ vermutlich heute noch Verstörung hinterlässt, wenn man sich an das Musikvideo voller verzogener Fratzen erinnert. Nachdem sich die Band 1997 aufgelöst hatte, veröffentlichte Cornell sein erstes Soloalbum „Euphoria Morning“ und gründete 2002 Audioslave, die mit Songs wie „Like a Stone“ oder „I am the Highway“ ähnlich wie Soundgarden sehr erfolgreich waren. Nun hat sich der Sänger auch von Audioslave getrennt und wagt sich wieder auf Solopfade und…

…man kann Chris Cornell nicht vorwerfen, dass die Songs auf „Carry On“ nicht rocken – es befinden sich einige durchaus interessante Stücke auf dem Album. Doch so wirklich überspringen will der Funke einfach nicht. Es ist schlicht und ergreifend etwas anderes, wenn der werte Herr zu den Garagenklängen von Audioslave singt, als wenn er wie in „Safe and Sound“ eine lahme Ballade ins Mikrofon fleht, die man sich von einigen anderen durchschnittlich begabten Künstlern vielleicht noch gefallen lassen würde – hier allerdings wirkt sie fehl am Platz.

Chris Cornell (c) Universal

Außerdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Chris Cornell gesanglich nicht ganz auf der Höhe war und an einigen Stellen mit seinem Songwriting nicht mithalten kann. Das mag nun auf den ein oder anderen ketzerisch wirken, gilt der werte Herr doch als einer der besten Sänger in der Alternative/Grunge-Szene, aber von Zeit zu Zeit hören sich die Songs wirklich seltsam krumm an und man fragt sich, warum der Herr sich das antut, wenn es doch einfach nicht so recht klingen mag.

Aber es gibt auch Gutes zu berichten. Fangen wir mit einer Nummer an, die gar nicht von Herrn Cornell selbst geschrieben wurde – Billie Jean. Geboten wird hier ein Song, der sich während der Verse langsam von hinten an den Hörer anschleicht, um ihm dann mit dem Refrain den Plastikbeutel über den Kopf zu ziehen. Durchaus großes Kino und auch nach mehrfachem Anhören nicht langweilig. Etwas kreativer als der Gitarrenbrei der restlichen Songs ist auch „Silence the Voices“, das interessant arrangiert ist und man weniger als sonst meint sich die Ohren zuhalten zu müssen.

Chris Cornell (c) Universal


Fazit ist allerdings, dass „Carry On“ zwischen 2-3 der besseren Songs überwiegend Rocknummern bietet, die schlicht und einfach überflüssig sind. „Safe and Sound“, die bereits angesprochene Ballade, „Ghosts“, einem ziemlich langweiligen Song über was auch immer oder „Finally forever“, das ein derartiges Gähnen hervorrufen kann, dass es einem fast den Kiefer ausrenkt. Da hilft am Schluss auch der ordentliche, aber unter allen Bond-Songs, die der Autor gerade gedanklich abrufen kann, einer der schlechtesten 007-Titeltracks „You know my name“ nicht mehr.

Chris Cornell, bitte wieder eine Band gründen!

Bewertung: 2/5
Highlights: Billie Jean, Silence the Voices
Lowlights: Safe and Sound, Ghosts, Finally forever

Weiteres Material:
Webseite: http://www.chriscornell.com
Reinhören: http://www.myspace.com/chriscornell


Zum Album-Player geht’s hier:
http://artists.universal-music.de/_player/chriscornell/

Und ein kleines Video zur Einstimmung gibt’s hier:
http://mms.sonix.de/universal/rock/chriscornell_epk_uni_300.wmv

Tracklist:
1. No Such Thing
2. Poison Eye
3. Arms Around Your Love
4. Safe and Sound
5. She'll Never Be Your Man
6. Ghosts
7. Killing Birds
8. Billie Jean
9. Scar On The Sky
10. Your Soul Today
11. Finally Forever
12. Silence The Voices
13. Disappearing Act
14. You Know My Name
15. Today

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