Nach „Warm & Wild“ und „In God’s Machine“ nun das dritte Soloalbum des gebürtigen Niederländers mit Wahlheimat Köln. Uns erwartet gitarren- und klavierlastige Popmusik mit der eingängigen Stimme Apitius’. Aber schauen wir mal genauer…
Markus Apitius macht Popmusik. Nicht die Art Tralala-Popmusik die im Radio rauf und runter läuft, sondern eher die von der etwas spezielleren Sorte. Nach verschiedenen Bands arbeitet er seit 2005 vor allem solo und bringt verschiedene musikalische Einflüsse in seine Musik ein. Hier haben wir ein Ergebnis seiner Arbeit.
Die Platte beginnt mit einer eingängigen Melodie, einem Rhythmus, der gleich Lust auf mehr macht. „Heaven Of Ice“ ist der Song des Albums, der am schnellsten ins Ohr geht und am ehesten Hitcharakter hat. Weiter geht es mit „Ghost On Abbot Kinney“, der mit seiner kalvierlastigen Melodie und auch von der Stimmführung sehr stark an die Beatles erinnert, einen von Apitius’ musikalischen Einflüssen. Der Song hat durchaus Qualitäten, ist jedoch schon schwächer als „Heaven Of Ice“.
Erste Einbrüche in der Qualität zeigen sich bei „Keep Your Doors Shut“, dem mit seinen 1:13 min Länge kürzesten Track der Platte. Doch trotz seiner Kürze wird hier das etwas hektische Klavier eher nervig als dass es gut klingt. Gleiches gilt für den folgenden Song „The Village“, der zwar sehr stimmlastig beginnt und einem die Möglichkeit bietet, sich auf den eingängigen Gesang Apitius’ zu konzentrieren, allerdings durch das zu lange Klaviersolo am Ende (welches wohl eher auf ein Konzert gehört, wo man den Künstler auch bei seiner „Arbeit“ sehen kann) eher zum Weiterschalten verleitet.
Das heitere „Bowl Of Salesmen“ geht wieder eher in Richtung der ersten Songs, kommt allerdings nicht an die Qualität von z.B. „Heaven Of Ice“ heran - ebenso auch „Hide & Seek“ und „Goodbye“. Bei „Peer Pressure“ fühlt man sich plötzlich wie im falschen Film und fragt sich ob man eventuell aus Versehen eine Platte von Marylin Manson eingelegt hat. Der völlig andere Musikstil passt weder zum Rest der Platte noch ist er in irgendeiner Weise hörenswert. Auch der rein instrumentale Track „Pearl“ schlägt in die selbe Kerbe. Der Rest der Platte läuft so vor sich hin, ohne nennenswerte Höhen und Tiefen und ohne dass man sich hinterher an irgendwelche Melodien erinnern könnte.
Fazit ist: Bei der Platte handelt es sich um ordentliche Popmusik, teilweise mit Hit-Potenzial (Heaven Of Ice) und hier und da etwas bis stark verbesserungsfähig.
Bewertung: 
Website: http://www.apitius.de
Reinhören: http://www. myspace.com/markusapitius
Highlights: Heaven Of Ice, Ghost On Abbot Kinney, Adore You
Lowlights: Peer Pressure, Pearl, The Village
Tracklist:
1. Heaven Of Ice
2. Ghost On Abbot Kinney
3. Adore You
4. Keep Your Doors Shut
5. The Village
6. Bowl Of Salesmen
7. Hide & Seek
8. Goodbye
9. Peer Pressure
10. Pearl
11. Beautiful Dream
12. Carry Me Over The Water
13. Sleeping – Waiting
14. Sirens Call
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