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Fleet Foxes - Fleet Foxes

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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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The White Stripes - Icky Thump
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22.06.2007

The White Stripes - Icky Thump
Der Blues ist tot! Lang lebe der Blues! Und erst recht die Gitarre, die irgendwann Jack White heimsuchte, um ihn vollständig zu übernehmen und uns die White Stripes bescherte. Lang lebe das Schlagzeug, auf dem Meg White seit der Veröffentlichung von „The White Stripes“ herumtrommelt. 5 Alben später ist nun „Icky Thump“ da – unberechenbar, verführerisch, stampfend, melodiös genug und schlichtweg grandios!




Über kaum eine Band wird so gerne geschrieben wie über die White Stripes. Unlängst fand man Berichte über das neue Album und die Band selbst in einschlägigen Feuilletons und auch der Rolling Stone widmete dem Duo aus Detroit ganze 16 Seiten als Special. Wir beschränken uns darauf „Duo“ zu schreiben, denn ob die Jack und Meg White nun Geschwister sind oder ein geschiedenes Ehepaar, wie manche schreiben, wissen auch wir nicht – und ehrlich gesagt ist das auch herzlich egal, ähnlich egal wie die Tatsache, dass die White Stripes ständig als „Garagenband“ deklariert werden - solange sie uns Alben bescheren wie das aktuelle, ist alles andere einfach nur gleichgültig.

Denn „Icky Thump“ krächzt sich bereits mit dem gleichnamigen ersten Song direkt in das rockhungrige Herz des Hörers. Kein Schnickschnack, keine überflüssigen Effekte, nur ein stampfender Rhythmus, Jack Whites fordernde Vocals und viele instrumentale Einlagen, die wie Speere aus den Instrumenten zischen, um uns in den Allerwertesten zu pieksen und die Whites kichernd über unseren verrückten Tanz amüsieren zu lassen. Dass das Album sehr von uramerikanischstem Blues beeinflusst ist, merkt man schon früh. „You don’t know what love is“, ein Song so eingängig wie kaum ein anderer auf dieser Platte (was ihn eigentlich schon fast zum langweiligsten macht) und durchaus auch radiotauglich, bedient sich klassischer Bluesriffs und Hooklines.

The White Stripes (c) Autumn De Wilde

Was die Stripes neben ihrer Musik so interessant macht, sind die kleinen Details drumherum. So tragen die beiden Whites stets rot-weiß-schwarze Kleidung und auch sonst wird sehr viel Wert darauf gelegt, diese farbliche Kombination immer wieder als ihr Markenzeichen in den Vordergrund zu rücken - seien es bei Interviews Zigaretten aus Schachteln in eben jener farblichen Zusammenstellung oder Musikvideos, die eindeutig in diesen drei Tönen daher kommen. Und wenn wir schon bei der Zahl „3“ sind - die genannten drei Farben, drei Bestandteile ihrer Musik („Unsere Musik besteht aus Rhythmus, Melodie und dem Erzählen von Geschichten“) oder diverse Statements Mr. Whites („Ein Tisch braucht nur drei Beine um zu stehen. Eine Ampel hat meistens drei Farben und in Märchen und Fabeln gibt es oftmals drei Hauptcharaktere“) lassen keinen Zweifel – die „3“ scheint bei den beiden(!!!) eine große Rolle zu spielen.  Das jetzt irgendwie zu verarbeiten überlassen wir dem geneigten Leser.

The White Stripes (c) Patrick Pantao


 „Icky Thump“ lebt von seiner Vielfältigkeit und einer Verspieltheit, die allerdings nie die Musik außer Acht lässt. Immer wieder tauchen auch für Rockmusik untypische Sprechpassagen auf, wie in „Little Cream Soda“ oder „Rag and Bone“, wenn Jack und Meg sich verspielten Dialogen hingeben. Das Album ist eine rock- und blueshuldigende Offenbarung. Kein Song ist wie der andere, nie langweilig, stets überraschend. Hier werden Dudelsäcke strapaziert, Trompeten vergewaltigt und Orgeln angeschlagen - stets beherrscht von suchenden, kreischenden oder auch mal traurigen E-Gitarren und Banjos wie im unvergleichlichen „A martyr for my love for you“.

Setzen wir den überflüssigen Worten ein Ende - den White Stripes ist ein Meisterwerk gelungen. Für Platten wie diese wurden Gitarren erfunden. Herzlichen Dank!

Bewertung: 5/5
Webseite: http://www.whitestripes.com
Highlights: Icky Thump, 300 M.P.H. torrential outpour blues, Little Cream Soda, A martyr for my love for you
Lowlights: -

Tracklist:
1.    Icky thump
2.    You don't know what love is (You just do as you're told)
3.    300 M.P.H. torrential outpour blues
4.    Conquest
5.    Bone broke
6.    Prickly thorn, but sweetly worn
7.    St. Andrew (This battle is in the air)
8.    Little cream soda
9.    Rag & bone
10.    I'm slowly turning into you
11.    A martyr for my love for you
12.    Catch hell blues
13.    Effect & cause

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