Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
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Apostle of Hustle - National Anthem of Nowhere
19.06.2007
Aus den Reihen der Broken Social Scene erschien im März ein Album, das nicht vergessen werden darf. Klanglich umfangreich, abwechslungsreich, überraschend, mit starken Einflüssen von Folk, Rock und Accoustic. Keineswegs langweilig und 12 mal anders. Zusammengefasst.
Apostle of Hustle ist ein weiteres Projekt von Andrew Whiteman, Frontmann und Gitarrist der Broken Social Scene, welche die Torontoer Indie-Szene maßgeblich mitbestimmen und seit 2004 auch als Apostle Of Hustle bekannt sind. Begleitet wird Whiteman von Dean Stone am Schlagzeug und Julian Brown am Bass. Man schaut sich überrascht des Öfteren um, ob noch die gleiche Band spielt - aber ja - cubanische Rhythmen gemischt mit Indie-Einflüssen und Indie-Rocksongs. Und schön.
Begrüßt wird man auf „National Anthem of Nowhere“ von klaren Bass Noten, verspielten Drumsticks, ungetrübten Gitarren-Riffs und als ob das nicht schon genug wäre noch der prägnanten Stimme des Frontmannes. "My Sword Hands Anger" stimmt ein in dieses Album voller akustischer Überraschungen.
Whiteman hat aus seiner Zeit auf Kuba einige kubanische Einflüsse mitgebracht und auch diesem zweiten Album der Band wieder mit untergebracht: ¡Rafaga!. Ein Gedicht von Federico Garcia Lorca als griffiger Song verpackt und in Spanisch vorgetragen - mit kräftigen Gitarren und bestimmenden Percussions - ein bisschen Cuba aber doch ganz anders. Ganz ähnlich auch "Fast Pony For Victor Jara".
Plötzlich ist da aber "Cheap Like Sebastians" mit elektronischen Einflüssen, leichten Drums und federleichtem Sing-Sang im Hintergrund.
Der Cover Song "National Athem of Nowhere" ist eine Hymne für all die, die sich verloren und allein fühlen. Irgendwo, haltlos und frei. Segel setzen und ab in die Freiheit. Gang rein und Abwechslung programmiert. In dieser Stimmung schwimmen noch ein paar andere Songs, herausgehoben sei noch "The Naked & Alone".
Fazit: Indie-Rock aus Kanada plus eine Menge Kreativität - hörenswert.
Tracklist: 1. "My Sword Hand's Anger" 2. National Anthem of Nowhere 3. Naked & Alone 4. Haul Away 5. Cheap Like Sebastien 6. ¡Rafaga! 7. Chances Are 8. Rent Boy Goes Down 9. Fast Pony for Victor Jara 10. Justine, Beckoning 11. Jimmy Scott Is the Answer