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Fleet Foxes - Fleex Foxes

fff

Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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Bon Jovi - Lost Highway PLAYER UPDATE!!!
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07.06.2007

Bon Jovi - Lost Highway
Wahnsinn! 10 Alben, die sich über 120 Millionen mal verkauft haben und noch immer kein Ende. Bon Jovi sind seit Jahrzehnten eine feste Größe (darf man Giganten sagen?) im internationalen Rockbusiness und bringen in regelmäßigen Abständen neue Studioalben auf den Markt. Nach dem erfolgreichen letzten Album „Bounce“ sind sie nun mit „Lost Highway“ (8.6.) zurück und sind endgültig in der Country-Rock-Durchschnitts-Hölle angekommen. Ein Bericht.

(Update: Hier findet ihr einen Player, bei dem ihr mal in jeden Song reinhören könnt...

 


Ja, was waren das für Zeiten – „Livin‘ on a prayer“, „Keep the faith“, „Something for the pain“, ach, weiß der Geier was noch - Bon Jovi hatten es in Sachen Rock mal richtig drauf. Umso schockierender war die Entwicklung in den letzten Jahren hin zum viel zu geradlinigen Pop-Rock mit massenaufwiegelnden Nummern wie „It’s my life“, die man zwar besoffen in der Disco super mitsingen kann, sonst aber nie ihren Weg in den heimischen CD-Player fanden. Ja, Bon Jovi waren mal eine solide Rockkombo, die wusste, wie man gute Stücke schreibt.

Ein Blick zurück. 1982 gewann John Francis Bongiovi einen Radiowettbewerb mit dem Song „Runaway“ und erhielt damit einen Plattenvertrag. Man formierte eine Band und 1984 erschien das Debutalbum „Bon Jovi“, verkaufte sich 3 Millionen mal und bescherte den Jungs erste ernstzunehmende Erfolge. Als 1986 „Slippery when wet“ erschien, war die Sache endgültig zum internationalen Erfolg verdammt. „Livin‘ on a prayer“, „Wanted dead or alive“ – nur zwei von unzähligen Hits auf der Platte. Über die Jahre veröffentlichten die Jungs aus New Jersey viele weitere Alben, die extrem erfolgreich und – man muss es erwähnen – auch richtig gut waren.

Bon Jovi (c) Universal


Aber was Bon Jovi diesmal präsentieren, ist eine unausgegorene Mischung aus gutgemeinten Balladen, einem halbwegs rockigen Song „We got it going on“, bei dem man wahrlich heraushören kann, dass man im Studio während des Einspielens an die guten alten Zeiten zurückgedacht hat und sich fragte, was damals noch anders lief und warum es jetzt nicht mehr klappt.

„Lost highway“ in der Zusammenfassung ist ein Album voller durchschnittlich begabtem Radiobrei, welcher die Stationen vermutlich rauf- und runterrotieren wird (besonders in Amerika). Es gibt auf dieser Platte keinen ernst zu nehmenden Rocksong (warum sonst koppelt man als erste Single eine Ballade aus?), und auch lyrischer Tiefgang, der die Sache besser machen könnte, fehlt gänzlich. Man mag einfach nicht mehr zuhören, wenn Jon Bon Jovi das hunderttausendste Mal

/Baby I want you to take me/ [WIE BITTE???, Anm. der Red.] - /Wherever you’re going to/ [Achso…, Anm. der Red.]  

ins Mikrofon seufzt. Dazu noch eine zuckersüße Pillepalle-Mottenkistenmelodie, für die die Herren vermutlich 5 Minuten benötigt haben. Auch findet man keine Message an den Hörer, die eine solche Platte rechtfertigen könnte.

Bon Jovi (c) Universal


Geht man die Sache von der anderen Seite an und lässt sich darauf ein, dass dies eigentlich eine Countryplatte ist, könnte man durchaus Gefallen finden an „Till we ain’t strangers anymore“, einem Duett mit Leann Rimes, in dem Herr Jovi endlich einmal so richtig was zum Schunkeln bietet und auch lyrisch alles aufbietet, was das Truckerherz begehrt.

/Baby pull down the covers/ It’s time to let me in [WIE BITTE???, Anm. der Red.]…

Aber wir reden hier von Bon Jovi – einer Band, die uns immer mal wieder mit grandiosen Mitsing-Rockkrachern erfreut hat und die es wohl nie wieder so geben wird, wie wir sie uns eigentlich wünschen - Countryfans können ja mal reinhören.

Und noch ein gutgemeinter Rat am Schluss: Lasst diese verdammte Talkbox endlich weg! Katzengejammer aus Plastikschläuchen macht einen Song auch nicht verdorbener – und zudem wirkt die Apparatur bei fast 50jährigen Musikern auf der Bühne eher wie die Vorstufe zur künstlichen Ernährung.

Baby, Ab in Rente!

Bewertung: 1,5/5
Webseite: http://www.bonjovi.de
Highlights: Till we ain’t strangers anymore, We got it going on (aber nur, weil es die einzige Rocknummer auf der Platte ist)
Lowlights: (You want to) Make a memory, Any other day, One step closer, usw.

Videolink:
Bon Jovi über das neue Album (Windows Media)

Tracklist:

1. Lost Highway
2. Summertime
3. Make a Memory
4. Whole Lot Of Leaving
5. We Got It Going On
6. Any Other Day
7. Seat Next To You
8. Everybody's Broken
9. Stranger (feat. Leann Rimes)
10. The Last Night
11. One Step Closer
12. I Love This Town

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