|
Marion Raven? Ist das nicht die geheimnisvolle Schönheit, die das Duett mit Meat Loaf in dem internationalen Chartbuster „It’s all Coming Back to Me Now“ singt? Ja, ist sie – wir hatten berichtet. Nun ist ihr zweites Album „Set me free“ erschienen und bringt euch auf den Punkt produzierten Chartrock, frech genug, um für einige Aufmerksamkeit zu sorgen. Und so hören auch wir mal, was die dunkelhaarige Norwegerin zu sagen hat.
In ihrer Heimat ist Marion Raven längst eine anerkannte und erfolgreiche Sängerin – genauso in Japan. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Musik auch hierzulande Gehör findet. „Set me free“ wurde mit einiger prominenter Unterstützung eingespielt. So sorgten Mötley Crüe-Bassist Nikki Sixx („für mich die talentierteste Newcomerin seitdem ich Musik mache“) sowie Art Alexakis von Everclear, Keith Nelson von der Band Buckcherry oder die kanadische Singer/Songwriterin Chantal Kreviazuk für die richtigen Töne.
Herausgekommen sind 11 ordentlich produzierte Songs, die von verzerrten E-Gitarren über Pianos, Streicher und einigen Keyboardeffekten alles zu bieten haben und dabei teilweise auch hübsch einfallsreich gelungen sind. „Here I am“ überzeugt mit ohrwurmartigem Refrain und interessanten Streicherarrangements. „13 days“ bietet hübsche Keyboards und dramatische, musikalische Steigerungen, wenn es auf den Refrain zugeht.
 Alle Songs des Albums sind übrigens von Frau Raven höchstpersönlich (mit der genannten Unterstüzung) geschrieben worden, was durchaus beeindruckend ist, da solch zielgruppenorientierte Platten meistens höchste Aufmerksamkeit erfolgsgarantierender Hitproduzenten genießen. Dass die Dame auch gut singen kann, zeigt sich spätestens bei „For you I’ll die“. Hier wird nur mit Piano und Streichern richtig auf die Tränendrüse gedrückt und zum ersten Mal auf der Platte muss sich die Stimme Ravens nicht hinter einer Wand aus Instrumenten verstecken.
Das Album ist das, was Avril Lavigne nicht geschafft hat – keine Offenbarung, aber zumindest halbwegs erwachsene Rockmusik. Zwar könnte man meinen, dass „Break you“ in Kooperation mit der US-Göre entstanden ist, klingt der Song doch nach schmollendem Kaugummirock, pinken Haaren und Kinderzimmern voller zerrissener Teddies – gruselig! Aber das war dann auch der einzige Ausrutscher auf einer sonst recht soliden Platte.
 Ja sicher, die Texte sind keine poetischen Meisterwerke, es geht hauptsächlich um ihn und sie und warum sie ihn jetzt nicht mehr mag oder doch und vielleicht mag sie ihn in einigen Songs auch tatsächlich noch. Musikalisch aber ist all die liebliche Tragik zumindest perfekt produziert und bietet einige Melodien, die man gut mitsingen und auch mögen kann – und dabei sieht Marion Raven so sanft, blass und verwegen gut aus, dass man sich wünscht sie sänge über einen selbst – egal was.
Bewertung:  Webseite: http://www.marion-raven.com Highlights: Crawl, Here I am, For you I’ll die Lowlights: Break you
- Set Me Free bei Amazon bestellen
+++ Videolinks +++ Heads will roll Quicktime - http://newmedia.10thst.com/marionraven/heads_will_roll.mov Real – http://newmedia.10thst.com/marionraven/heads_will_roll.rm Windows - http://newmedia.10thst.com/marionraven/heads_will_roll.wmv
Here I Am Windows - http://newmedia.10thst.com/marionraven/here_i_am.wmv
Break You Windows - http://newmedia.10thst.com/marionraven/break_you.wmv
|