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Fleet Foxes - Fleet Foxes

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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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Mumm-Ra - These things move in threes
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11.06.2007
Mumm-Ra - These things move in threes
Mumm-Ra, das sind Noo, Bassist Niall, Drummer Gareth und die Gitarristen Oli und Tate, haben sich zum Ziel genommen einfach nur anders zu sein als alle anderen Bands auf dieser Welt. Ein ambitioniertes Ziel, das zunächst unrealistisch erscheint und eigentlich auch gar nichts über die Musik aussagt. Mit ihrem Debutalbum „These things move in threes“ fallen sie nun in diese Welt und möchten uns und euch von ihren Qualitäten überzeugen. Hören wir mal…



„9. Juli 1985: An diesem Tag wurde Joe M. Rodgers aus Tennessee zum Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Frankreich ernannt. Er trat damit die Nachfolge von Evan Griffith Galbraith an.
Derselbe Tag, ein anderer Ort: In der britischen Grafschaft Essex erblickte währenddessen ein gewisser Niall Richey Buckler, Gründer, Kanzler und Kriegshetzer der Formation Mumm-ra, das Licht der Welt. Die Konsequenz davon war, dass vierzehn Jahre später eine Idee, die sich sein ganzes Leben über entwickelt hatte, Gestalt annahm: eine Blume erblühte, und die Band wurde gegründet. Wir, fünf naive Teenager, fanden durch die gemeinsame Abneigung gegen die Schinderei sowie gegen den Stumpfsinn verschiedener Aspekte von Jugendkultur zusammen, die wir an unseren Schulen beobachten konnten. Gemeinsam entwickelten wir eine Vorliebe dafür, Radau zu machen und später, Songs oder so etwas Ähnliches zu schreiben.“

 
Herausgekommen sind auf ihrer ersten LP nun 11 Songs, die in guter britischer Rockmanier eigentlich alles richtig machen, um eine ordentliche Platte zusammenzubauen. Aber beginnen wir ganz vorn.

Zu Beginn tanzt sich – ungewöhnlich für eine Rockband – der Anfangssong „Now or never“ im Dreivierteltakt seinen Weg durch die Boxen in die Ohren des Hörers. Man merkt sofort, dass die Band sich viel vorgenommen hat. Da werden kraftvolle Riffs untersetzt von Streichern, um in einem epischen, mit klirrenden Gitarren versetzten Klangbild bis zum bitteren Ende aufzublühen. Der Song geht nahtlos über in „Out of the question“, einem Song, der sich sehr gut zum Mitwippen eignet, allerdings musikalisch nicht ganz so attraktiv und überraschend daherkommt wie sein Vorgänger. Auch wenn die ersten Minuten des Albums gut sind, so sorgen sie dann doch nicht für den Aha-Effekt, den man sich bei all der Publicity, die Mumm-Ra in den Himmel lobt, vorgestellt hat – bisher ein klarer Fall von zu hohen Erwartungen.

Mumm-Ra


Das erste wirkliche Highlight ist das stampfende, im Gegensatz zu den ersten Songs gar nicht überinstrumentalisierte „She’s got you high“, eine fetzige Popnummer, die ganz auf Mitsingfaktor setzt und live mit Sicherheit gut ankommen wird.

Mumm-Ra’s Karriere ist gepflastert von einigen seltsamen oder gar unangenehmen Gigs. Als die Band bei einem Mini-Festival begann auf der Bühne Tee zu kochen, dachte eine etwas verstörte Besucherin es würde ein Drogensüppchen gebraut. Schnell rief sie die Polizei und begann damit, ihren Kopf gegen die Wand zu schlagen und sich die Handgelenke aufzuschlitzen.
Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich, als die Band aufgrund falscher Verkabelung während eines Auftritts ständig Stromschlägen ausgesetzt war. Besonders geschadet haben kann das nicht, denn die Songs, die auf „These things move in threes“ präsentiert werden, sind mindestens mal gut anzuhören.

Mumm-Ra


Besonders gelungen sind die geradezu progressiven „Song B“ und „The sick deal“. Hier wird eine wirklich interessante Mischung aus Rock, Pop und Klassikbombast geboten, bei dem es einem fast schon schwindelig werden kann. Insgesamt will die Band musikalisch wirklich hoch hinaus. So wird mit vielen gesanglichen Zweitstimmen gearbeitet, er werden Streichinstrumente eingesetzt wo möglich, es werden mehrere Gitarrenspuren zu einem Wirbelwind aus Riffs zusammengemeißelt – ganz schön viel Stoff für eine so junge Band, doch gelungen allemal!

Und wenn am Ende mit "Down Down Down" eine wahrhaft wunderschön verträumte Ballade das Album ausläutet, gerade dann merkt man, bei den eher leisen Tönen, dass die Jungs es ernst meinen und genau wissen was sie da tun.

Leider schaffen es die Engländer nicht immer diesen Level zu halten (was zugegebener Maßen auch nicht einfach ist). Und so findet sich zwischen den wirklich faszinierenden Songs immer mal ein Song, der nicht ganz mithalten und ins Konzept passen mag, weil er schlicht und einfach zu…nun ja…einfach ist. Aber alles in allem ist „These things move in threes“ ein beeindruckendes Debut der Engländer, die auf einem ihrer nächsten Alben mit durchweg ausgeklügeltem Songwriting noch einiges an Qualität rausholen können. Wir lassen uns gerne überraschen!

Bewertung: 3,5/5
Webseite: www.mumm-ra.de
Myspace: http://www.myspace.com/mummra
Highlights: Song B, The sick deal, Light up this room, Down Down Down
Lowlights: These things move in threes, Starlight

Tracklist:
1. Now Or Never
2. Out Of The Question
3. These Things Move In Threes
4. She’s Got You High
5. Song B
6. Sick Deal
7. Light Up This Room
8. Starlight
9. This Is Easy
10. What Would Steve Do
11. Down Down Down

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