| Bloc Party - 9.5.2007, München, Tonhalle |
| 06.06.2007 | |
![]() Eine davon ist definitiv Bloc Party. Neben Franz Ferdinand und den Killers waren Bloc Party 2005 eine „der“ neuen Indie-Gruppen. Das erste Album „Silent Alarm“ hat vielen Leuten (auch denjenigen, die älter sind als 15) mächtig die Sprache verschlagen – so auch mir – und wurde auch von den einschlägigen Gazetten mit Ruhm überschüttet. Die Redaktionen von „New Musical Express“ und „Intro“ wählten das Album zur besten LP des Jahres 2005 und auch in vielen anderen Publikationen war ein Platz in den Top Ten sicher. Ein halbe Million verkaufte Platten und volle Konzertsäle rundeten die Bloc Party Erfolgsstory ab. ![]() 2007 dann der zweite Streich von Okereke, Lissack, Moakes und Tong. Ah, fast hätte ich es vergessen, kurz nach „Silent Alarm“ schoben die UK-Rocker noch die Single „Two more Years“ nach und ließen mit dieser (subjektiv beurteilten) Steigerung nach Überkrachern wie „Banquet“ auf einiges Hoffen. So, jetz aber wieder zur Chronologie: Februar 2007, „A Weekend in the City“ – reingelegt, angehört, gegrübelt, noch mal angehört und wieder gegrübelt. Schlechter als die einen großen Schatten voraus werfende erste Platte? Natürlich Geschmackssache, doch im ersten Moment etwas enttäuschend – „nicht so tanzbar“ hörte ich einige sagen. Trotzdem musste man den Songs durch mehrfaches Anhören einiges Potenzial zugestehen und so entwickelte sich das Ding dann doch zu einer Scheibe, die man weiter vorne im CD-Regal platziert. Zum Konzert: Nach den wahnsinnigen Auftritten 2005 zum Kracher-Debüt war man nun beim zweiten Besuch in München gespannt wie ein Flitzebogen. Gleich vorweg: Leider konnten die Jungs diese Erwartung nicht ganz erfüllen. Neben einer relativ kurzen Spieldauer von knapp über einer Stunde war auch die Songauswahl ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zwar war die Mischung aus alten und neuen Songs durchaus akzeptabel und der Opener mit „Song for Clay“ hammerartig, leider ließ der dauernde Wechsel zwischen „schnellen“ und „langsamen“ Songs nie die richtig große Stimmung aufkommen und zudem war die Soundqualität in der Halle sehr schlecht. ![]() Kurzer Lichtblick: Bei „Hearing Voices“ stieg Sänger Kele Okereke mit Mic bewaffnet über die Brüstung und nahm ein (kurzes) Bad in der Menge. Finale dann mit „Helicopter“ – OK. Alles in allem ein super Konzert, das aber an die Auftritte der vergangenen Jahre und dem letzten Besuch in der bayerischen Hauptstadt nicht hinkam – leider. So war dann auch das Resume meiner Begleiter und der meisten Konzertbesucher: Die alte Lieder sind besser, das letzte Konzert hat mehr gerockt, trotzdem ein ganz schöner Abend – so kann’s gehen… |


