| Macy Gray - Big |
| 24.05.2007 | |
![]() Ob man nun ihre mit Auszeichnungen & Awards regelrecht gepflasterte Laufbahn als Musikerin oder aber ihre beeindruckenden Auftritte als Charakterschauspielerin betrachtet, tut eigentlich gar nichts zur Sache: Macy Gray hat sich nicht nur als Ausnahmeerscheinung in der Entertainment-Welt etabliert, sondern auch wiederholt ihren Status als absoluter Allround-Superstar unter Beweis gestellt. Es war ihr unglaublich erfolgreiches Debütalbum „On How Life Is“, mit dem Macy nachdrücklich in die Musikszene vorpreschte und sich im Handumdrehen einen Namen machte. Ihre Single „I Try“ brachte ihr schon 1999 einen Grammy in der Kategorie „Best New Artist“ ein, und das Album verkaufte sich weltweit über sieben Millionen Mal. Mit ihrem zweiten Album „The Id“ präsentierte Macy u.a. die eklektischen Smash-Hits „Psychopath“, „Sexual Revolution“ und „Sweet Baby“. Nun steht ab Juni ihr viertes Album „Big“ in den Läden, mit dem Macy Gray zwar nicht den titelgerechten großen Wurf landet, allerdings ein grundsolides Funk/Soul-Album abliefert. Mit Absicht steht hier „Funk/Soul“, denn auch wenn die Scheibe im Grunde eine R’n’B Platte sein möchte oder von vielen als solche angepriesen wird, überwiegen doch die fetzigen, von klassischen Funk- und Soulelementen durchzogenen Songs wie z.B. das grandiose „Okay“. Besser kann man die quietschig melancholische Stimme von Macy Gray nicht mit Musik verschmelzen lassen. Und ganz nebenbei wurde der Titel von Justin Timberlake mitproduziert (er singt auch im Hintergrund) und ist eine verdammt gute Nummer zum Hüftenschwingen. ![]() Kleine Diskussionsanregung zwischendrin: „Okay“ ab Minute 3:58 scheint uns nicht ganz sauber produziert zu sein, rutscht doch tatsächlich ein kurzer E-Piano Ton aus den Boxen, der abrupt vom Abmarsch der Drums unterbrochen wird und den Song recht unfein enden lässt - auch gehört? Nichtsdestotrotz ein klasse Track! Auf „Big“ finden sich viele Stücke, die an klassischen „Straßen-Soul“ erinnern. „Ghetto Love“ schlägt zum Beispiel voll in diese Kerbe. Man hat unvermeidlich diese oft durch Fernsehserien in die Köpfe gebrannten 70erjahre Bilder von Großstadtghettos vor Augen. Kennt noch jemand das fantastische „Street Life“ von Randy Crawford, das auch auf dem Soundtrack von Quentin Tarantinos „Jackie Brown“ zu finden war? Ganz in diese Richtung schlagen einige der Tracks auf „Big“. Und wo wir schon bei Filmen sind: Trotz aller musikalischen Aktivitäten, hat Macy stets die nötige Zeit gefunden, um auch die Schauspielerei weiter zu verfolgen: Erst kürzlich war sie in der HBO-Produktion „Lackawanna Blues“ zu sehen, die für insgesamt sieben Emmys nominiert wurde. Davor absolvierte sie Gastauftritte in „The Missing“ von Lifetime und in „MDs“, einem TV-Drama der Firma ABC, in dem sie eine talentierte Sängerin spielt, deren angehender Karriere durch die Diagnose einer unheilbaren Halserkrankung ein abruptes Ende gesetzt wird. Weiterhin hat Macy in „Training Day“, „Spiderman“ und „Scary Movie 3“ mitgewirkt. Ein richtiges Allroundtalent! ![]()
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