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Invasion Zombie! Während Rob Zombie In den USA weiterhin fleißig auf Tour ist und Filme produziert („Halloween“, „Halloween 2“, „The haunted World of El Superbeasto“), war es in Deutschland mittlerweile recht ruhig um den leicht zersetzt ausschauenden Zottelkopf mit dem Rauschebart. Vier Jahre liegen zwischen dem letzten Studioalbum „Educated Horses“ und „Hellbilly Deluxe 2“ - viel Zeit, um Einiges wieder gut zu machen.
Der Stereotyp des Hillbillies: Ein weißer Südstaatler, der die Schrotflinte immer greifbar hat, stets barfuß läuft, einen zerfransten Cowboyhut trägt, selbst gebrannten Fusel trinkt, entweder Banjo oder Geige spielt, schlechte Zähne hat, ziemlich dumm ist und Pick-Up Trucks fährt. Außerdem hat er alte, staubige Klamotten an und trägt einen langen Bart. Bei Rob Zombie ist das nicht anders, allerdings ist sein Hillbilly schon mal tot gewesen und entstieg erbost die Hölle – vermutlich, weil es dort so langweilig war.
Der Titel verrät es: Mit „Hellbilly Deluxe 2“ versucht Rob Zombie dort anzuknüpfen, wo er 1998 mit seinem 3-fach Platinalbum „Hellbilly Deluxe“ seine Solokarriere mit einem hervorragenden, düster aggressiven Debüt startete. Und trotz dieses gefährlichen Versuchs, sein bisher bestes Album mit der Neuerscheinung allein durch den Namen auf eine Stufe zu stellen, beschehrt uns Rob Zombie überraschender Weise ein paar gar nicht so langweilige Hörmomente.
Also: Den Verzerrer auf das Maximale gedreht, die Gitarre, den Bass und das Schlagzeug im Nacken, serviert uns der Meister des Psycho-Thrash-Rock Stücke wie „Jesus Frankenstein“, „What“ und „Burn“, in denen psychopathisch rotierende Gitarren wie Kreißsägen alles in Stücke reißen, was nicht niet- und nagelfest ist. Dazu kommen wie in „What“ enorm gute Passagen zum Mitgrölen (der Song ist sogar fast tanzbar!) und wie schon beim Debüt scheut sich der Herr nicht, reichlich Zitate und Interludes einzuspielen. Hinzu kommen Akustikgitarreneinlagen, kleine Klavierparts und mit Chorgesang unterlegte Refrains („Virgin Witch“). "Death and Destiny Inside the Dream Factory" und "The Man Who Laughs" trüben in der Mitte und am Schluss der Platte etwas den Gesamteindruck, wirken sie doch etwas überflüssig.
Wirklich gerecht werden kann der Ex-White Zombie Sänger seinem erfolgreichen Erstlingswerk nicht. Aber für Fans ist „Hellbilly Deluxe 2“ ein absolutes Muss in der Sammlung und Hörer, die bisher eher einen Bogen um Herrn Zombie gemacht haben und vielleicht sogar etwas abseits des Genres stehen, dürfen ein Ohr riskieren. Vielleicht bekommen sie es sogar wieder.
Mirco Hermann
Hier könnt ihr in alle Songs des Albums reinhören: http://www.roadrunnerrecords.de/page/webwheel+robzombie
Bewertung:  Highlight: What, Burn, Mars Needs Women, Virgin Witch Lowlights: Death and Destiny Inside the Dream Factory, The Man Who Laughs
Tracklist: 1. Jesus Frankenstein 2. Sick Bubble-Gum 3. What? 4. Mars Needs Women 5. Werewolf, Baby! 6. Virgin Witch 7. Death and Destiny Inside the Dream Factory 8. Burn 9. Cease to Exist 10. Werewolf Women of the SS 11. The Man Who Laughs
Weiteres Material: Offizielle Webseite: http://www.robzombie.com Myspace: http://www.myspace.com/robzombie
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