 Passend zum Hype um den kleinen Eisbären Knut, dem weißen, felligen, putzigen Bewohner des Berliner Zoos, wurde von der weltbekannten und seit Dekaden erfolgreichen Sängerin und Songwriterin Kitty (8 Jahre) der passende Soundtrack zur Kindheit des kleinen Knuffelknuddelbären komponiert. Wir prüfen in einem Selbstversuch, wie oft man dieses unvergleichliche Meisterwerk moderner, klingeltonkompatibler Fehlproduktionen hintereinander hören kann.
1. Durchlauf, Minute 1
Die Platte, um die es geht, nennt sich „Knut der kleine Eisbär“ und wird vorgestellt von „Kitty und Knut“. Kitty, die 8jährige Sängerin aus Köpenick, hat zur musikalischen Unterstützung und um die Authentizität des Werkes zu wahren den kleinen Knut vom Gehege des Berliner Zoos ins Studio einfliegen lassen, um ihn direkt selbst alle Gitarren- und Schlagzeugspuren einspielen zu lassen.
Herausgekommen sind 5 Tracks. Da wäre zum einen ein fröhlicher, hawaiianisch klingender Single Edit, der als eingängiger Track voller Überraschungsmängel daherkommt, aber das vielfältige Leben des kleinen weißen Rackers lyrisch hervorragend darstellt. Knut ist also ein kleiner Kuschelbär, der trotz fehlender Mama froh und zudem kuschelweich ist. Es ist natürlich nicht schwer ihn zu mögen, weil er sich so freut, wenn er am Bauch gestreichelt wird. Der Refrain des Songs stellt dann zur Sicherheit noch einmal fest, dass es Knut gut geht. Und auch schlafen muss Knut – gerade hier werden Parallelen zu unserem eigenen Leben sehr deutlich.
 1. Durchlauf, Minute 5.
Nach einem Dance Edit mit wenigen textuellen Überraschungen – also genauer gesagt gar keinen – hören wir noch einmal die original Internetversion des Titels.
1. Durchlauf, Minute 7.
Track 1 präsentiert sich noch einmal als Karaoke-Version. Wir sind noch nicht sehr textsicher und können bislang nur den Refrain mitsingen.
1. Durchlauf, Minute 10. (oder so)
Und noch mal eine Karaoke-Version. Diesmal vom Dance Edit. Hilft nicht wirklich bei unseren Textproblemen. Aber der Refrain sitzt immer noch und wir pfeifen die Verse einfach mit.
2. Durchlauf, Minute 13. (???)
Schön, dass es den Knut gibt – ja wirklich. Man kann die besungenen Pfötchen fast fühlen. Nuckelfläschchen in den Mund, das ist so gesund und so – und schwupps, geht der kleine haarige Kollege auch schon wieder ins Bett. Wir pfeifen und singen ihn fröhlich in den Schlaf.
Dance Edit.
Internetversion.
Karaoke-Version Track 1.
Karaoke-Version Track 2.
Nächster Durchlauf, Zeitempfinden leicht außer Kontrolle
 Das Lied wurde übrigens – so sagt bild.de – vom Freund der Großcousine von Kitty geschrieben. Was wohl Knuts Pfleger zu dem ganzen Wirbel sagt? Ob er auch etwas von dem Geld abbekommt, das alle Welt mit dem Fellball macht? Vermutlich nicht.
Nunja, mittlerweile sitzt der Text ganz gut. Kleiner Racker ganz in Weiß, mit 4 Pfoten kuschelweich. Knut, Knut, kleiner Eisbär aus dem Zoo, Knut, Knut, dir geht’s richtig gut.
So langsam geht uns jegliche Ironie verloren.
Durchlauf ?, gefühlte 2 Stunden.
Eigentlich könnte man aus der Nummer hervorragend eine Heavy Metal Nummer machen. Dabei käme dann der kleine Eisbär selbst auf die Bühne, um direkt ins Publikum zu diven und irgendwo hinterm FOH von rasenden Deathmetalfans in Stücke gerissen zu werden.
Internetversion. Leichte Aggressionen steigen auf. Die Tracks verschwimmen langsam zu einem Brei aus Gitarren, Drums und Gepfeife.
Im Internet kann man die CD auch besuchen – also den Knut und seine CD: http://www.kittyundknut.de/ Superseite. Macht Lust auf mehr. 500 Sterne!
Nach zig Durchläufen
Wir haben soeben das Experiment beendet, nachdem 2 Kollegen mit Selbstmord gedroht und der Nachbar sich lauthals über unser Gegröhle beschwer hat.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Knut und Kitty Maxi ziemlich großer Scheiß ist und immerhin doch noch 1 Stern verdient, weil sich das ein oder andere Kind darüber freuen wird. Und das ist ja immerhin schon mal was. Genau darum und nicht etwa um die Kohle ging es den Machern mit Sicherheit auch!
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