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Grinderman - Grinderman 2

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Nicht mehr so ungeschliffen wie das Debüt, aber dafür souveräner und kraftvoller, noch immer rau, emotional und manchmal am Rande obszöner Perversion: "Grinderman 2" steht dem 2007 erschienenen ersten Album der Bad Seeds Mannen Warren Ellis, Jim Sclavunos, Marty P. Casey und natürlich Frontmann Nick Cave in nichts nach und liefert Musik für moralisch Gefestigte. Manchmal auch mit einem zwinkernden Auge. Manchmal. Hoffentlich.

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Rolling Stones - Gimme Shelter (VÖ 4.12.)
Leserwertung:
MiesMeilenstein 
18.12.2009
Rolling Stones - Gimme Shelter
Am 6. Dezember 1996 veranstalteten die Rolling Stones als Teil einer US-Tournee ein kostenloses und leidlich organisiertes Konzert am Altamont Freeway (Nähe Livermore bei San Francisco), bei dem es den ganzen Tag über zu Tumulten vor der Bühne kam und während des Auftrittes der Mannen um Mick Jagger ein Mord in der Nähe der Bühne passierte. „Gimme Shelter“ verliert auch 40 Jahre nach Erstveröffentlichung noch immer nichts von seiner Dramatik und berichtet gnadenlos von den Ereignissen des Tages und der Konfrontation der Künstler mit ungewohnter Hilflosigkeit.

 

 


Viel wurde Mick Jagger vorgeworfen nach diesem Vorfall: Er habe der Tat kaltschnäuzig und unbeteiligt zugesehen und noch während des Konzerts lediglich süffisant kommentiert („When we play this song, always something funny happens“). Genauso schnell wurde Alan Passaro, Mitglied der Hells Angels und Mörder des 18-jährigen Schwarzen Meredith Hunter, von der breiten Masse des kaltblütigen Mordes bezichtigt. Dass die Lage zwar hoffnungslos unorganisiert und zudem durch Drogen und Alkohol unkontrollierbar geworden war, aber durchaus anders zu bewerten ist, als es viele Vorurteile zunächst versuchten, bringt „Gimme Shelter“ hervorragend auf den Punkt – wenn auch der Film zu keiner Zeit Stellung bezieht.

Die Dokumentation, die zunächst lediglich als sehr persönliches Tourtagebuch gedacht war, aber gerade wegen des Mordes zu einem kriminologischen Beweisstück für die Massen wurde, zeigt die Rolling Stones genauso sprachlos am Monitor, wie es der Zuschauer selbst ist und lässt damit ausreichend Platz zum eigenen Beobachten, Verstehen und Bewerten. Es werden zunächst die Vorverhandlungen der Bandmanager, Anwälte und Veranstalter gezeigt, dann die unüberschaubaren Menschenmassen, die dem Aufruf zur „greatest party of the year“ folgten und letztendlich dann das organisatorische und emotionale Chaos, das während des Tages regierte und auch von den tendenziell leicht zu reizenden „Sicherheitskräften“ der Hells Angels, seien sie nun offiziell angeheuert gewesen oder nicht, nur verschlimmert wurde.


Gimme Shelter - Trailer


Dass dieses Szenario, auf das wohl niemand - und am wenigsten die Stones selbst - in dieser Ausprägung vorbereitet war, für alle Beteiligten eine Überforderung darstellte, macht „Gimme Shelter“ nur allzu deutlich und bietet darüber hinaus noch genug Material für weitere Diskussionen. Zusätzlich zum digital überarbeiteten Filmmaterial, das hinsichtlich Bildqualität enorm zugelegt hat und dennoch nichts an Authentizität verliert, gibt es über die ganze Länge Audiokommentare der Regisseure Albert Maysles und Charlotte Zwerin sowie ihres Mitarbeiters Stanley Goldstein. Hörenswert ist auch eine in Ausschnitten dazu gepackte Radiosendung, die nach dem Konzert das Erlebte aufzuarbeiten versucht. Dazu werden noch einige Outtakes und bisher ungezeigte Backstageszenen mit den Rolling Stones im Madison Square Garden in New York gezeigt.

Ebenfalls gut gelungen ist das mit 36 Seiten recht umfangreiche Booklet, das zusätzlich zum bewegten Material noch Zeitzeugen in schriftlicher Form zu Wort kommen und ihre Sicht der Dinge schildern lässt. Neben Journalisten, die die Tour der Rolling Stones begleitet haben, wie z.B. Stanley Booth (Autor von The True Adventures of the Rolling Stones) oder Michael Lydon (Autor von Rock Folk) geben unter anderem auch Mick Jaggers damalige persönliche Assistentin Georgia Bergmann und sogar Ralph „Sonny“ Barger, der ehemalige Kopf der Oakland Hells Angels, ihren Kommentar ab.
Einziger Wermutstropfen ist hier eine fehlende deutsche Übersetzung der Untertitel, denn nicht immer ist das Herumnuscheln der Einheimischen gut zu verstehen. Und selbst wenn die Musik am Ende nur eine untergeordnete Rolle spielt: Auch die Konzertaufnahmen der Stones zu dieser Zeit sind sehens- und hörenswert und lassen erahnen, warum die Stones so groß wurden, wie sie heute sind.

th

Bewertung: 4/5

Format: PAL
Sprache: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Dänisch, Niederländisch, Ungarisch, Polnisch, Rumänisch
Region: Region 2
Spieldauer: 88 Minuten (+ Zusatzmaterial)

Weiteres Material:
Offizielle Webseite: http://www.rollingstones.com
Myspace: http://www.myspace.com/therollingstones




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