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Und wieder eine US amerikanische Songwriterin, die hierzulande kaum bekannt aber auf einmal in aller Munde ist. Maria Taylor, durchaus keine Unbekannte im Musikbusiness, hat unter anderem schon für Moby und Bright Eyes gesungen und begleitet letztere Gruppe ab und an als Frau an den Drums. Nun meldet sie sich mit ihrem zweiten Soloalbum „Lynn Teeter Flower“ zu Wort und verspricht gefühlvolles Songwriting garniert mit Popelementen.
Luftig kommt der sehr schöne Opener „A good start“ (der Titel passt hervorragend) daher. Netter Gitarrenpop mit leichter Keyboardunterstützung und alles beherrschend die sanfte Stimme von Maria Taylor. Ziemlich erfrischend, dass den Hörer nicht gleich zu Beginn das eher typisch folkige einer amerikanischen Liedermacherin entgegensummt. Natürlich wird auch diese Sparte bedient, wie im zweiten Song „Clean Getaway“, der so gar nicht als perfekte Produktion erscheint, sondern als mit Hintergrundrauschen unterlegte Nummer begleitet von einer einzelnen akustischen Gitarre und einem sporadisch eingesetzten Chor. Insgesamt macht der Auftakt Lust auf mehr.
 Maria Taylor macht professionell Musik, seitdem sie 15 Jahre alt ist. Sie spielt eine nicht ganz unerhebliche Anzahl an Instrumente, darunter Gitarre, Klavier und Schlagzeug – und singen kann sie natürlich auch. Neben ihrem ersten Soloalbum „11:11“ (2005) hat sie bereits mit einigen anderen Bands wie Little Red Rocket oder die immer noch aktiven „Azure Ray“ Longplayer produziert.
Soviel zu den Fakten – zurück zur Musik. „Lynn Teeter Flower ist ein abwechslungsreiches Album, das insgesamt recht poppig ausfällt. Erfrischend wechselt es zwischen eher langsamen, melancholischen Nummern wie „No Stars“ oder „Lost Time“ und Gutelaunesongs wie „Replay“, die man gerne einlegt, wenn man im Cabrio gerade mal wieder die amerikanische Westküste entlangfährt – oder wahlweise auch mit heruntergekurbeltem Fenster seiner 93er Rostlaube entlang der A3.
 Es gibt eigentlich gar nicht viel zu sagen. „Lynn Teeter Flower“ ist die Platte zum immer mal wieder anhören, wenn einen die Lust auf gute Gitarrenmusik überfällt, ohne dass man sich in zuviel Melancholie ertrinken möchte. Natürlich kommt Maria Taylor nicht an das gerade erschienene Album „West“ von Lucinda Williams heran, dafür ist es viel zu glatt. Aber für Freunde niveauvoller Popmusik oder des im Allgemeinen gitarrenlastigen, amerikanischen Songwritings mit Frauenstimme sei das Album definitiv eine Empfehlung. Alle anderen können ja mal reinhören und bei Gefallen auch zugreifen.
Bewertung:  Webseite: http://www.myspace.com/mariataylor Highlights: A good start, Lost Time Lowlights: Irish Goodbye, Lynn Teeter Flower
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Tracklist:
1. A Good Start 2. Clean Getaway 3. Smile And Wave 4. No Stars 5. Replay 6. Small Part Of Me 7. Irish Goodbye 8. My Own Fault 9. The Ballad Of Sean Foley 10. Lost Time 11. Lynn Teeter Flower
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