Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
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Madness - The Liberty of Norton Folgate
28.06.2009
Zehn Jahre mussten ins Land gehen, bis sich die Ska-Spezialisten aus London für ein neues Opus wieder ins Studio wagten. Zehn Jahre, in denen ihre Fans sich mit nur einem (aber dafür grandiosen) Album „Wonderful“, wenigen Live-Gigs und aufgepeppten „Best of“-Samplern begnügen mussten. Wer so lange auf sich warten lässt, gerät schnell in Vergessenheit und muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um wieder aufzufallen.
An den fünfzehn neuen Songs von Madness fällt sofort auf: Die sieben Jungs sind sich auf ganz spezielle Weise treu geblieben. Noch immer die ausgeklügelten Arrangements, die beeindruckenden Bläsersoli und die alkoholschwangere Stimme von Frontman Graham „Suggs“ McPherson. Aber glücklicherweise in immer neuen kompositorischen Varianten.
Getreu dem Motto „Wer sich verändert, bleibt sich treu“ spielen sie mit altbekanntem Groove auf, wie etwa in „That Close“, „Idiot Child“ oder „Rainbows“. In diesen schwungvollen Tracks klingt der „nutty sound“ der frühen Achtziger wieder an. An das percussionbetonte und eher dahinschunkelnde „Africa“ muss man sich allerdings ebenso gewöhnen wie an das etwas lahm dahingeklimperte „MKII“.
Madness – Dust Devil
Alle anderen Songs aber stecken mit ihrem spritzigen Sound oder ihrer wohlkalkulierten Sinnlichkeit sofort an. Die „Clerkenwell Polka“ oder die bereits vor zwei Jahren erschienene Single „NW 5“ ziehen uns zielsicher auf die Tanzfläche. Mit „On The Town“ oder Sugar & Spice“ kehren wir dann wieder in unsere Falten zurück. Überhaupt verströmen fast alle Titel eine ungeheure Gelassenheit, die nie langweilt, weil sie immer positiv aufgeladen ist.
Dies mag auch daran liegen, dass Madness mit ihrem neuesten Werk dem multikulturellen Künstlerviertel Norton Folgate am Rande der „City of London“ ein musikalisches Denkmal setzen wollten. Ein Denkmal, das so bunt und wandelbar ist, wie ihre eigene Musik. Mit dem titelgebenden Zehnminüter „The Liberty of Norton Folgate“ stellen sie das ebenso stilsicher unter Beweis wie mit den restlichen Songs.
Jörg von Bilavsky
Bewertung: Highlights: We are London, Dust Devil, Idiot Child, On The Town Lowlights: Africa, MKII
Tracklist: 1. Overture 2. We Are London 3. Sugar And Spice 4. Forever Young 5. Dust Devil 6. Rainbows 7. That Close 8. Mkii 9. On The Town 10. Bingo 11. Idiot Child 12. Africa 13. NW5 14. Clerkenwell Polka 15. The Liberty Of Norton Folgate