Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Der mittlerweile 34-jährige John Butler, seines Zeichens Leadsänger und Leadgitarrist des John Butler Trios, beschritt einst den steinigen Weg des Musikbusiness und entwickelte sich nach dem Abbruch seines Kunststudiums vom Straßenkünstler zu einem der erfolgreichsten Musiker Australiens. Nun steht das fünfte Album „April Uprising“ in den Läden und zeigt sich enorm vielseitig.
Da ist es das zweite, schwache Album - der Albtraum eines jeden Künstlers. Es hilft auch kein weiteres Durchhören, kein Blick in die Texte, no Dance in the Sun. MGMT, die beiden Jungs, die uns auf ihrem Debüt die wunderbaren „Kids“, „Electric Feel“ oder „Time to pretend“ schenkten, mäandern auf „Congratulations“ durch verschiedene Stile der 70er, mischen reichlich ärgerliche Psychedelik unter, schaffen nur wenige prägnante Momente und am Ende bleiben die Glückwünsche mehr als nur verhalten.
Ja, er hasse zwar es zuzugeben, aber momentan stehe er ziemlich auf Lady Gaga. Slash alias Saul Hudson, 44 Jahre alt, Guns N' Roses-Überlebender, passionierter Zylinderträger und laut Time Magazine der beste Gitarrist aller Zeiten - nach Jimi Hendrix - ist ein wandelndes Klischee. Sein Musikgeschmack sei eben sehr weit gefächert, verkündet Slash breit grinsend, während er im Dunkel seiner Haarpracht einer frischen Kippe Leben einhaucht. Zweifel? Der beste Beweis dafür ist sein Solo-Debüt.
„Du bist nur angesagt, wenn du auch einen Vorteil bringst“ singt Frontmann Daniel Schmidt auf Bakkushans selbstbetiteltem Debütalbum und Vorteile bringen die vier Mannheimer selbst so einige mit: Nachdem die fünf Tracks umfassende Digital-EP „Baby, du siehst gut aus!“ schon im letzten Jahr einen Vorgeschmack auf das Erfolgskonzept Bakkushans geben konnte, liefert das Album nun erneut energetische, laute und rhythmische Gitarrenmusik, die zum Mitmachen auffordert.
Führt die Verschmelzung verschiedener Einflüsse schon zu einem neuen und eigenen Sound? Diese Frage, die sich wohl der ein oder andere Musikfan schon öfter gestellt haben mag, ist heute bei vielen Bands Programm und lässt sich beim Hören des mittlerweile vierten Studioalbums von Grand Avenue auch nicht so ganz ausblenden.
Auf acht Beinen über den Laufsteg und ins Rampenlicht: So lässt sich die kleine Erfolgsgeschichte der vier jungen Briten gut zusammenfassen. Eight Legs machen typisch britischen Indie-Rock. Unaufgeregt, charmant und mit einer ganz eigenen Melancholie. Ein bisschen gehypt wurden sie auch schon – vom NME. Aber das gehört auf der großen Insel ja längst zum guten Ton. Und wer seinen ersten Durchbruch im Modebusiness hatte, der braucht sich um Stilfragen sowieso keine Sorgen mehr zu machen, oder? (mit Verlosung)
Alison Goldfrapp und Will Gregory sind schon vier Alben lang ein musikalisches Paar. Und zwar eines mit wechselhaften Launen. Vom verschrobenen, aber famosen Debüt „Felt Mountain“ über das kantige „Black Cherry“, die ebenfalls sehr feine LP „Supernature“ hin zum eher nachdenklichen „Seventh Tree“ – der Stil Goldfrapps war nie länger als ein Album beständig. Mit „Head First“ verhält sich das nicht anders. Diesmal allerdings wird tief in die 80er Trickkiste gegriffen, sämtlicher Kitsch abgeschüttelt und damit ein doch noch solides Werk voller tanzbarer Synthie-Nummern abgeliefert.
Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP „Ship of Light“ den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Emma Pollock - The Law of Large Numbers (VÖ 26.3.)
26.03.2010
Emma Pollock kommt aus Schottland, hat Physik und Archäologie studiert und war 11 Jahre lang eine Hälfte des schottischen Geheimtipps The Delgados. Und sie schafft es ganz vortrefflich junge Rezensenten in den Wahnsinn zu treiben! Denn die ursprüngliche Idee dieses Artikels war eine grandiose mathematische Hinleitung über den verkorksten Titel ihres aktuellen Albums hin zu eintönigem Indie-Pop. Leider stand dem nicht nur das „Gesetz der großen Zahlen“, sondern auch die fehlende Aufmerksamkeit des Autors im Matheunterricht im Weg. Meine Güte, es galt schließlich den Tetris-Meisterschaftstitel zu verteidigen! Entschuldigung, es geht um Emma Pollock. Die Gute scheint sich nämlich ebenfalls seit Jahren zu verrechnen...