Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
Nur weil es nicht brandaktuell ist, muss es ja noch lange nicht hinfällig sein. Und so trudelt unverhofft der mittlerweile vierte Silberling einer Heavy-Metal-Thrash-Combo aus dem Weserbergland bei uns ein und reißt Risse in die verängstigten Fliesen.
Was soll man denn über diese Band noch schreiben? Seit über 30 Jahren huldigen die in früher Kindheit nach Australien migrierten Schotten von AC/DC mit jedem Album ihrem unverwechselbaren Rock’n’Roll, der getragen wird von Brian Johnsons Pressgesang und Angus Youngs Gitarrenspiel, das die Pausen in den Songs derart perfekt einsetzt, dass viele Coverbands beim Versuch die Songs nachzuspielen frustriert ihre Gitarre in die Ecke gefeuert haben. „Black Ice“ ist da nicht anders. Kein Geniestreich, aber einfach immer noch ordentlicher Fahrstuhlrock.
Metallica? Hell yeah! Ihr langer Weg vom Thrashkrieg der 80er hinüber in die 90er mit einem rockigen „Load“ bis hin ins Jahr 2003, in dem ein verschlammtes, dreckiges Etwas namens „St. Anger“ das Licht der Welt erblickte, scheint sich in „Death Magnetic“ zu kulminieren und hämmert mit jenem messerscharfe Attacken aus den geschundenen Boxen. Frauen und Kinder zuerst! Eine Abrissbirne wie aus dem Bilderbuch.
Noch ist nicht bekannt, wann die Single "The day that never comes" vom kommenden Album "Death Magnetic" erscheint. Doch hatten wir die Gelegenheit einmal reinzuhören und stellen fest, dass vom Garagenthrash des Vorgängers "St. Anger" anscheinend kaum etwas übrig geblieben ist. Mit dem neuen Song sollten Metallica zumindest bis Minute 5 auch wieder euren Freundinnen gefallen.
Jeder, der die berühmte Stierkampfarena „Las Ventas“ in Madrid einmal von außen gesehen hat, erfreut sich zunächst am Bauwerk, wundert sich aufgrund einer gewissen Kompaktheit allerdings doch, dass 70.000 Menschen dort bei Konzerten ihren Platz finden. So viele waren es zumindest im Juli 1996, als AC/DC nach einem unglaublichen Ansturm auf die zuvor nicht ausreichenden Tickets ihrer „Ballbreaker“-Tour ein zweites Mal in der spanischen Haupstadt spielten.
Als Ronnie König merkte, dass die Songs, die er schrieb, nicht ins Konzept seiner bisherigen Band Vindex passten, gründete er 2007 mal eben Signum Regis, scharte 4 weitere Musiker und einen nicht unbekannten Sänger um sich und nahm das nach dem Bandnamen betitelte Album auf. Melodischer, klassisch angehauchter Heavy Metal, der einfach mal raus musste.
Titel, Artwork, die ersten Akkorde – alles ganz echt Motörhead. Nicht mehr und nicht weniger. Lemmy Kilmister, Phillip Campbell und Mikkey Dee sind mit ihrem 24. Album unterwegs und spielen noch immer den blueslastigen Rock’n’Roll, der schon sehr viele Mütter verschreckt hat. Wer „Kiss of death“ mochte, wird auch „Motörizer“ mögen. Wer sich lediglich mit „March ör die“ oder „Bastards“ angefreundet hat, wird etwas angeschlagen vom Durchhören zurückkehren.
Nicht nur im hiesigen Inland staunt man immer wieder über die Kreativität, die deutsche Heavy Metal Bands regelmäßig an den Tag legen. Auch die internationale Szene ist sich nicht selten um Kommentare verlegen wie „Germany is the country of Heavy Metal“ (Aquiles Priester). Warum das so ist, beweisen in Abständen auch Kapellen wie „Lanfear“, die nach 4 Alben seit Gründung 1993 den Prog-Metal noch immer ordentlich zu bedienen wissen.
Alice Cooper - Along came a Spider + Pre-Listening!
19.07.2008
Eine Spinne muss tun, was eine Spinne tun muss. Ein Netz spinnen, wehrlose Wesen darin einfangen, in ihrem Faden einwickeln und dann aussaugen. Wenn wir von Alice Coopers Spinne reden, dann hört sich das fast genauso an, allerdings wird das Ende ersetzt durch das Abtrennen eines Beines aller acht weiblichen Opfer, die dem in der Ich-Erzählform besungenen „Spider“ ins Netz gehen. Cooper ist wieder da und hat erneut ein groß angekündigtes Konzeptalbum im Gepäck – mit alten Bekannten?