Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
Was haben denn nur alle? So viele mittelmäßige Bewertungen für eine Band, die sich – ja, das können auch wir nicht abstreiten – vieler Einflüsse bedient und zunächst nichts neu erfindet, allerdings genau weiß, wie man einen guten Song schreibt? Einflüsse wie etwa The Kinks, Led Zep oder den White Stripes, denn was den Blues betrifft, so haben sich die 5 Neuseeländer mit Sicherheit die ein oder andere Scheibe bei den genannten Band abgeschnitten. Aber kann das denn verwerflich sein? Eher nicht, denn die Kiste rockt und die eigene Duftnote ist noch ausreichend gesetzt.
„Ein Schlag in die Fresse der Langeweile“ wollen sie sein, diese Lottergirls, deren Frontfrau Princess Superstar ihr Handwerk wohl in der abgelegensten Shout-School New Yorks gelernt hat. Denn sie schreit, mosert, rappt, schreit wieder ein wenig und beschwert sich dann über die fehlende Bereitschaft zum Geschlechtsverkehr ihres Gegenübers. Na dann…
Kaum sind die ersten 30 Sekunden vergangen, wissen wir, dass wir es hier unüberhörbar mit Tool- und A Perfect Circle-Mastermind Maynard James Keenan zu tun haben, der an Kreativität zu ersticken scheint und immer wieder neue Projekte ins Leben rufen muss. Zum Glück. Und Keenan weiß sehr genau, warum er das tut – denn Puscifer ist zwar gleichsam experimentell, passt jedoch weder wirklich zu den meist düsteren Tool-Visionen noch zur Musik von APC.
4 Jungs aus Österreich machen sich auf, auch über die Landesgrenzen hinaus ihren Gitarrenrock an den Mann zu bringen. Unterstützt wird die Band vom auch hierzulande über Webstreams recht bekannten Radiosender FM4 und mit einem so tragenden Partner im Rücken sollte doch eigentlich nichts schief gehen. Soweit die Theorie, kommen wir zur Praxis.
Um allen Spekulationen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Laura Imbruglia ist die kleine Schwester der weltbekannten australischen Schauspielerin und Sängerin Natalie Imbruglia. Jetzt, wo wir das geklärt haben, müssen wir die Schublade, in die Laura vermutlich gerade gesteckt wurde, wieder aufschieben und mal durchpusten. Denn L.’s Musik ist anders als N.’s Musik – und in weiten Teilen auch besser.
Ja ne, is klar, The Cult sind zurück. Und zwar der Band entsprechend standesgemäß. Duffy und Astbury haben sich mal wieder zusammengerauft und mit „Born into this“ einen netten Q-Tip zum Ohrensäubern veröffentlicht. Also Kopfhörer aufgesetzt und was jetzt nicht abbröckelt, kriegt auch kein Ohrenarzt raus.
Mit der siebenköpfigen Band „The Urge“ aus St. Louis (USA) hat das hier nichts zu tun – wir reden hier also nicht von einer Wiedervereinigung. Nein, die Band, um die es hier gehen soll, besteht zu 100% aus Briten und haut mit ihrem blueslastigen und fast schon funkigen Rock’n’Roll, der von Hammond bis Trompete nichts auslässt, ordentlich auf die Kacke.
Er ist Frontmann der Rolling Stones, die seit über 40 Jahren kontinuierlich das Musikbusiness rocken. Er ist Schauspieler, Songwriter, Ikone und strahlt selbst mit 64 Jahren immer noch das pure Leben aus. Sir Mick Jagger, wie er sich seit 2003 nennen darf, hat neben der Band auch immer wieder Soloalben veröffentlicht. Die besten Tracks plus einige Seltenheiten gibt es jetzt als Best-Of Compilation, ausgesucht von Jagger persönlich (jetzt mit VIDEO UPDATE!!!)
Ein Gute-Laune-Album sollte es werden. Nicht so traurig wie der Vorgänger. Unerschrocken marschiert Anders Wendin alias Moneybrother also durch ein Potpourri an unglaublich penetranten Rock’n’Roll Songs, die kein Arrangement-Klischee auslassen. Lasset uns hinauf zum „Mount Pleasure“ hüpfen und uns dann gut gelaunt oder vollkommen verstört von den Klippen stürzen.