Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
Black Stone Cherry - Folklore and Superstition (VÖ 29.8.)
18.08.2008
Nach sehr geradlinigem Südstaaten-Rock’n’Roll auf dem Vorgängeralbum gehen Black Stone Cherry auf „Folklore and Superstition“ nun einen Schritt weiter und präsentieren sich nicht nur musikalisch sondern auch lyrisch viel abwechslungsreicher. Wir haben reingehört und mit dem Schlagzeuger John Fred Young ein wenig über Festivals, Hobbies und natürlich das gute neue Album gesprochen. Zum Bericht und Interview (Update: Pre-Listening) geht's hier...
Als sich 2003 die Guano Apes trennten und damit ein mittelschweres Loch in die hiesige Rocklandschaft rissen, war lange nichts mehr von den Protagonisten der bis dahin erfolgreichsten deutschen Alternative-Band zu hören. Die ehemalige Sängerin Sandra Nasic hatte mit ihrem Solodebüt nur mittelprächtigen Erfolg zu verbuchen und jetzt versuchen sich die übrigen Mitglieder mit neuem Sänger an einem…nein, ein Comeback ist es nicht - eher ein Neuanfang auf bedeutungsschwangeren Pfaden.
Mit Ihrem Debut „The Difference Between Us” aus dem Jahre 2006 hatten es Scab aus München bereits geschafft die Lauscher des Publikums auf ihren frischen, dem Punk angelehnten Gitarrensound auszurichten. „Our time“ will hier anknüpfen, allerdings auch beweisen, dass die Band über ein oder zwei Alben hinaus funktionieren kann. Vor allem an den Hooks haben die Jungs geschraubt – ist das schwere zweite Album geglückt?
Kingsize - Love, Lust and other Disasters (VÖ 25.7.)
16.07.2008
Um zwischen all den hervorragenden britischen Gitarrenpopbands aufzufallen und sich langfristig auch oben festzubeißen, braucht man schon mehr als einen guten Song. Man braucht mindestens mal 2 davon, ein wenig Abwechslung im Repertoire, ordentlich Lust zum Losfetzen und die nötige Prise Charisma. Kingsize bringen auf ihrem Debüt „Love, Lust and other Disasters“ das alles mit und streuen noch eine kontrollierten Prise nostalgischen Inselpunks dazu.
Die Anzahl weiblicher Sängerinnen im Bereich Rock und dem, was dann doch noch eine Nummer härter ist, scheint ständig zuzunehmen. Erst kürzlich hatten wir es mit den Thrasherinnen von Level-C zu tun und jetzt geht es direkt weiter mit Jam Pain Society, einer Band von der amerikanischen Ostküste, deren 12 melodische Rocknummern durchgängig aufs „Schieben“ durch ordentlich „Gib ihm!“ aus sind.
Kein schlechter Titel für das Debütalbum einer jungen, britischen Band, die zwar schon 5 Singles in den UK-Indie-Charts untergebracht und auf dem Glastonbury Festival vor beachtlichem Publikum gespielt hat, allerdings irgendwo zwischen Vergleichen hängen bleiben wird. Denn sobald der Opener „You don’t get it“ ertönt, meint man irgendwo zwischen Blink 182 und Bloc Party festzustecken - und den Kooks im Geiste. Im Affenzahn durch 12 Songs gerockt…
The Offspring - Rise and Fall, Rage and Grace (VÖ 13.6.)
09.06.2008
Die Messlatte war hoch aufgehängt, als The Offspring als Vorbote ihres mittlerweile 8. Studioalbums die klasse Single “Hammerhead” ins Rennen geschickt haben (siehe auch hier). Ganze 5 Jahre haben sich die Jungs um Frontmann Bryan „Dexter“ Holland Zeit gelassen, um unter den Fittichen von Bob Rock (Metallica, The Cult) ihr nächstes Punkrock-Bollwerk in die Plattenläden zu stellen. Ob die Herren noch rocken können?
„Wir glauben, dass die einzige Ähnlichkeit zwischen uns und Green Day darin besteht, dass wir dieselbe Band sind. Das ist die einzige Gemeinsamkeit.” Mit diesen Worten übergaben die Foxboro Hot Tubs, hinter denen tatsächlich unsere beliebten Punkrocker (darf man die eigentlich noch so nennen?) stecken, Anfang April das Album „Stop drop and roll“ in die Hände des Schicksals und seitdem hält der Silberling im hübschen Schallplattendesign (nur als fragile Pappschachtel erhältich!) niemanden mehr auf den Plätzen. Ein buntes Potpourri an 60ern, 70ern und dem Besten von heut…nein, nicht wirklich.
My Baby wants to eat your Pussy – Ignorance and Vision
14.05.2008
Wer jetzt nicht weiter liest, ist selbst schuld! Denn er oder sie würde nicht weniger verpassen als eine abgefahrene Space-Party, die ultimative Tragödie, eine brilliante Komödie und die letztendliche Verwandlung in alles, was man sich vorstellen mag. Der Mann mit dem Hut schaut interessant aus und er verheißt nichts Gutes. Ein Trip ins Ungewisse, begleitet von einem Album, das vor Kreativität und der Fähigkeit mit jedem Song mitzureißen zu platzen droht…