Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.Weiterlesen
My Baby wants to eat your Pussy – Ignorance & Vision (VÖ 23.5.)
14.05.2008
Wer jetzt nicht weiter liest, ist selbst schuld! Denn er oder sie würde nicht weniger verpassen als eine abgefahrene Space-Party, die ultimative Tragödie, eine brilliante Komödie und die letztendliche Verwandlung in alles, was man sich vorstellen mag. Der Mann mit dem Hut schaut interessant aus und er verheißt nichts Gutes. Ein Trip ins Ungewisse, begleitet von einem Album, das vor Kreativität und der Fähigkeit mit jedem Song mitzureißen zu platzen droht…
Wenn sich 2 Franzosen in einen Beat verlieben (und das ist an dieser Stelle wirklich als Zahl gemeint), ihre Synthies und E-Gitarren auspacken und auf „Kamikaze“ ihren melodischen Electropunk von der Kette lassen, dann können die aus einem Rhythmus schon mal acht bis zehn Songs basteln. Aber so weit sind wir noch nicht. Gehen wir ein paar Jahre zurück…
MGMT, spricht „Emm Dschieh Emm Tieh“, nein falsch, wird ja „Management“ ausgesprochen, was im Grunde aber auch egal ist. Denn das einzige, das es vielleicht zu verwalten gäbe, wäre die Latte an Einflüssen, die sich aus den letzten paar Jahrzehnten Rock- und Popgeschichte zu bedienen scheint und am Ende das Farbenkarussell auf dem wohl buntesten, spaßigsten und durchaus auch, das Denglisch sei verziehen, weirdesten Popalbum seit der letzten durchgefeierten Nacht zum Kreisen bringt.
Aus dem Land der Rocky Mountains, des Indian Summers und dem Ahornblatt in der Flagge kommt eine Band namens „The Mohawk Lodge“, die – das sei bereits hier erwähnt - mit ihrem zweiten Album „Wildfires“ schlicht und einfach eine der besten Platten des noch so jungen Jahres abliefern. Feinster Indie-Rock gepaart mit Nuancen aus Folk- und Popmusik…
An manchen Tagen fühlt man sich so sonderbar, als säßen einem zwei Köpfe auf der linken Schulter und man hätte zum Frühstück die Blumenerde aus seiner Topfpflanze genascht. In einer solchen Gefühlslage verwundert eigentlich nichts mehr. Begibt man sich dann auf die Straße, steigert sich das Unbehagen nur noch mehr. In diesem Fall ist es immer ratsam sich mit Musik zu versorgen. Also den Kopfhörer auf die sensiblen Ohren und ab ins Fortbewegungsmittel mit „Building Humans“, dem neuen Album des Sine Star Projects im Ohr.
Was ist denn das jetzt bitte? Marygold? Schon mal gehört? Nein? Wir auch nicht. Also dann mal rein in den CD-Player, den Silberling zum rotieren gebracht und dann angenehm überrascht schauen, wenn nach 3 Songs klar ist, dass sich hier gar Wunderbares abspielt. Traurig schöne und mit Elektroelementen versehene Rockmusik, die einen den Herbst herbei wünschen lässt, um sie im richtigen Ambiente hören zu können.
Im Sommer 2007 steckten ein paar Herren aus dem und im hohen Norden gerade in den Vorbereitungen zum Sweden Rock Festival, als eine CD eintraf, die sie auf Anhieb aus den Schuhen gehauen hat. Was da aus den Boxen tönte, war Rockmusik auf eine der ursprünglichsten, mit ordentlich Blues versetzten Art und Weise. Verwechslungsgefahr garantiert, trotzdem gut!
Shortcut: Elektroboys – Millionen denken so wie ich
29.01.2008
Schon etwas länger ist es her, da haben ein paar Jungs aus Hamburg ihre Gitarren umgeschnallt und die Drumsticks ans Gelenk geklebt, um eine Platte aufzunehmen, die die Gummifaust bis zum Anschlag spannt, um sich dann eine Augenbinde umzulegen, im Kreis zu drehen und irgendwann loszulassen. Eines dieser Geschosse ist uns durchs Fenster geklirrt, nennt sich „Millionen denken so wie ich“ und lärmt auch gleich ordentlich los.
Woher kommt eingefleischten Gitarrenanbetern dieser Name noch bekannt vor? Richtig, die Dame sang bis letztes Jahr für die skandinavische Heavy Metal Gothic Band Nightwish und feierte dort bis zuletzt mit aufwändig produzierten Scheiben große Erfolge. Nach bandinternen Streitigkeiten beschloss man sich von der Sängerin zu trennen, was jene allerdings nicht davon abhielt, Solopfade zu beschreiten. Nicht ganz so hart ist „My Winter Storm“ geworden – um ehrlich zu sein: Es ist erfrischend anders.