Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Sie, wie so oft schon geschehen, mit den Beatles zu vergleichen, führt zu weit. Doch schicken sich die drei Beat-Verfechter von Ruben Cossani auf ihrem zweiten Album noch immer an, ins Herz der Popmusik vorzustoßen und voller Hingabe Melodien zu spielen, die trotz aller Reminiszenzen an vergangene Tage auch den Morgen danach noch überdauern können – wenn man sie lässt.
Hallo, ich bekomme 200g Mando Diao und…ist Franz Ferdinand heute frisch? Ja? Dann bekomme ich davon auch 300g. Diese Libertines sehen heute auch gut aus, davon bekomm‘ ich auch 300g. Das ist es dann auch schon, wie viel macht das?
"Bakkushan" ist ein japanischer Begriff für ein Mädchen, das von hinten hübsch anzuschauen ist, von vorne betrachtet allerdings Fluchtreflexe auslöst. Bei der vorliegenden EP dieser Band aus Mannheim, die sich nach genau diesem Phänomen benannt hat, verhält sich das Ganze andersrum. Das Cover gewöhnungsbedürftig, die vier Titel allerdings richtig guter Gitarrenpop mit Wiedererkennungswert.
Marit Larsen - If A Song Could Get Me You (VÖ 14.8.09)
10.08.2009
Norwegen: Tiefe Fjorde, schroffe Felshänge, dunkle, verwunschene Wälder und erbarmungslose Mückenschwärme - und Vogelgezwitscher von allen Seiten. Das heißt, nein. Marit Larsen von allen Seiten. Oder doch Vogelgezwitscher? Wer sich das Album „If A Song Could Get Me You“ der jungen Norwegerin anhört, kann leicht ins Grübeln kommen. Ist das wirklich gesungen oder hat hier irgendein Spaßvogel einfach ein Mikrofon in den Wald gehalten?
„Nennt es, wie ihr wollt“ heißt das neue Album der Band „Mikroboy“, das dieser Tage vom Label Modernsoul/Ministry of Sound veröffentlicht wurde und das eigentlich erste „richtige“ Album der vier jungen Musiker aus Berlin bzw. Mannheim darstellt. Ursprünglich sind Mikroboy nämlich eines dieser „Web 2.0-Phänomene“: Eine Band, die sich bald nach ihrer Gründung im Jahre 2006, durch Myspace und diverse Live-Auftritte eine kleine Fanbase erspielt hatten und dann 2008 mit „Bis zum Ende“ die erste EP veröffentlichten.
Lügen, Missverständnisse, Erwartungen, Enttäuschungen, Eifersucht, Rache und Blindheit sind nur einige aufzuzählende Attribute, die Florence Welch von Florence + The Machine in ihrem Debütalbum „Lungs“ metaphorisch präsentiert. Um nicht zu sagen orkanisiert, denn von dem Stimmvolumen der jungen Londonerin können sich so manche Kates, Katys, Natashas oder Lillys noch etwas abgucken.
Draußen prasselt der Regen gegen das Fenster, ein scharfer Wind fegt durch die leeren Straßen und treibt abgerissene Blätter vor sich her – es ist Juli und das Wetter ist vor zwei Minuten höchst indiskutabel geworden. Und das alles nur, weil diese kleine, quietschgelbe Scheibe in den CD-Player geschoben wurde?!
Samtweich die Akkorde, samtweich die bezaubernde Stimme, die vom Lachen und Schweigen über Gott erzählt. Keine Spur von Blasphemie oder Bigotterie schwingt in „Laughing With“ mit, der neuesten Single von Regina Spektor. Ebenso respektvoll wie respektlos, mit einer ungeheuren Leichtigkeit spielt sie in ihren Songs mit unseren Ängsten Sehnsüchten und Verwundungen. So krude manche ihrer Assoziationen, so fantastisch ihre Metaphern mitunter auch erscheinen mögen, ihre markanten Melodien und ihre mitreißendes Timbre reißen jederzeit in den Bann.
Die energiegeladene, allerdings recht schwer greifbare EP „Chunk of Change“ diente als Kostprobe für das was kommen sollte: Das Debütalbum der Bostoner Band Passion Pit, deren größte Aufgabe es wohl sein wird dem Hype um „Manners“ gerecht zu werden. Was folgt ist eine zähe Reise zwischen MGMT, Death Cab for Cutie, schlimmen 80er-Reminiszenzen und einer Kopfstimme, die durch Mark und Bein gehen kann.