Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Marina and the Diamonds - The Family Jewels (VÖ 7.5.)
05.05.2010
Studium gekippt, nach London gebrettert und dort ihr Leben der Musik verschrieben. Ein stures Mädchen diese Marina Diamandis, deren Diamanten im Künstlernamen niemand Geringeres sein soll als das ihr lauschende Publikum selbst – „I am Marina, you are the Diamonds“. Mit so viel Honig um den Mund sollte sich das Pop-Debüt der 24-jährigen Waliserin, die sich in den Reigen of tough british songwriting girls einreiht, doch gleich viel besser anhören.
Geoffrey Arnold Beck, kurz Jeff Beck, ist schon ein Phänomen. Er scheint Midas Händchen zu besitzen und verwandelt alles, was er berührt, in Gold. "Jeff wer?" wird sich jetzt vielleicht mancher Fragen, denn allzu hohe Beachtung - wie beispielsweise sein Kollege Eric Clapton oder Carlos Santana sie erfährt - blieb ihm bisher verwehrt. So hat Beck seine Fangemeinde eher bei Musikern selbst, dort aber eine gewaltig große.
...flöten könnten. Mit "Wenn Blicke flöten könnten" schickt Matthias Schrei gitarrenlastigen Pop in die Welt - selbst eingesungen, selbst eingespielt und zugleich weniger flötend als der Titel verspricht.
1983 war das Jahr, in dem Emilie Jeanne-Sophie Welti alias Sophie Hunger in Bern das Licht der Welt erblickte. „1983“ ist auch der Titel des zweiten Albums eben jener Künstlerin, die 2008 erst ihr gefeiertes, persönliches und recht akustisch aufgenommenes „Monday’s Ghost“ aufnahm. Nicht mehr ganz so unplugged, nein, im Sound eher breiter und gar elektronischer gefasst, aber immer noch emotional und voller schöner Melodien spielt uns die beliebte Schweizerin ein reifes und stellenweise mitreißendes Album vor.
Da ist es das zweite, schwache Album - der Albtraum eines jeden Künstlers. Es hilft auch kein weiteres Durchhören, kein Blick in die Texte, no Dance in the Sun. MGMT, die beiden Jungs, die uns auf ihrem Debüt die wunderbaren „Kids“, „Electric Feel“ oder „Time to pretend“ schenkten, mäandern auf „Congratulations“ durch verschiedene Stile der 70er, mischen reichlich ärgerliche Psychedelik unter, schaffen nur wenige prägnante Momente und am Ende bleiben die Glückwünsche mehr als nur verhalten.
Alison Goldfrapp und Will Gregory sind schon vier Alben lang ein musikalisches Paar. Und zwar eines mit wechselhaften Launen. Vom verschrobenen, aber famosen Debüt „Felt Mountain“ über das kantige „Black Cherry“, die ebenfalls sehr feine LP „Supernature“ hin zum eher nachdenklichen „Seventh Tree“ – der Stil Goldfrapps war nie länger als ein Album beständig. Mit „Head First“ verhält sich das nicht anders. Diesmal allerdings wird tief in die 80er Trickkiste gegriffen, sämtlicher Kitsch abgeschüttelt und damit ein doch noch solides Werk voller tanzbarer Synthie-Nummern abgeliefert.
Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP „Ship of Light“ den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Emma Pollock - The Law of Large Numbers (VÖ 26.3.)
26.03.2010
Emma Pollock kommt aus Schottland, hat Physik und Archäologie studiert und war 11 Jahre lang eine Hälfte des schottischen Geheimtipps The Delgados. Und sie schafft es ganz vortrefflich junge Rezensenten in den Wahnsinn zu treiben! Denn die ursprüngliche Idee dieses Artikels war eine grandiose mathematische Hinleitung über den verkorksten Titel ihres aktuellen Albums hin zu eintönigem Indie-Pop. Leider stand dem nicht nur das „Gesetz der großen Zahlen“, sondern auch die fehlende Aufmerksamkeit des Autors im Matheunterricht im Weg. Meine Güte, es galt schließlich den Tetris-Meisterschaftstitel zu verteidigen! Entschuldigung, es geht um Emma Pollock. Die Gute scheint sich nämlich ebenfalls seit Jahren zu verrechnen...
The Avett Brothers - I and Love and You (VÖ 19.3.)
17.03.2010
Wenn selbst Rauschebart Rick Rubin eine Band in den höchsten Tönen lobt, kann eigentlich gar nichts mehr schief laufen. Fünf Alben lang vermengten The Avett Brothers Country, Bluegrass und Punk und mit ihrem sechsten Werk, das dann auch unter Aufsicht des Produzentenhalbgottes himself entstand, wird ihnen nicht nur in den USA der ganz große Durchbruch gelingen. Wunderbar klare Melodien, fantastischer Gesang und natürlich eine famose Produktion – selten durfte man sich so befreit der musikalischen Romantik hingeben.