Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Gipfeltreffen eines neuen, dezenten Understatements im Pop. Mit The National und Midlake spielten zwei der aktuell spannendsten Bands auf der Open Air-Bühne des Hamburger Stadtparks, die sich, so selbstverständlich wie angenehm erfrischend, jeglicher Pose entziehen, um ihre Musik dadurch nur noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Ein Nerv, auf den sich etliche Indiejünger aktuell einigen können.
Jim Kerr, seineszeichens Sänger der Simple Minds, ist auch mit knapp 50 Jahren ein Ruheloser geblieben, rastlos auf der Suche nach neuen Wegen, Erkenntnissen, vielleicht sogar nach ganz neuen Zielen. Das ist möglicherweise einer der Gründe, warum er nach nunmehr 30 Jahren im Gefüge einer Band, erstmals eine Soloplatte aufgenommen hat. Diese unterscheidet sich zwar auf den ersten Blick nicht sonderlich von den letzten Alben seiner übergroßen Stammband, gibt Kerr aber die Möglichkeit, Gedanken und Erinnerungen zu sortieren und mit einer jungen, frischen Band das Motiv Spaß und Unbeschwertheit wieder in den Vordergrund zu rücken. Mit den aktuellen Songs und einigen selten gespielten Simple Minds-Klassikern ist ihm das im Rahmen seiner kurzen Deutschlandtournee vortrefflich gelungen.
Eine Pop-Institution auf Abschiedstournee. A-ha spielen in diesem Jahr weltweit ihre letzten Konzerte, bevor sich die Band Ende des Jahres mit 3 offiziellen Farewell-Konzerten in ihrer Heimat Oslo für immer in die Geschichtsbücher verabschiedet. Dass ihnen dort ein mächtiger Platz zuteil werden wird steht außer Frage, denn geschichtsträchtig war die Karriere der Norweger ohnegleichen, gesegnet mit millionenfach verkaufter Alben, einem sagenhaften Comeback im Jahre 2000 und der späten Anerkennung durch Kritiker und Kollegen wie Coldplay oder U2.
Die Verbundenheit Richard Hawleys zu seiner Heimatstadt Sheffield ist eine so große, dass er in seinen sehnsuchtsvollen Liedern nicht nur die Plätze, Menschen und Orte auf beinahe tragische, majestätisch schöne Weise besingt, sie in ebenso poetisch wie unwillkürlich rauhe Bilder verpackt; wenn Richard Hawley einen seiner wenigen Auftritte außerhalb Englands spielt, dann nur mit Seelenverwandten und mit guten Freunden aus der alten englischen Arbeiterstadt. Neil McSweeney ist so einer, der im Vorprogramm mit gefühlvollen Melodien aus eben jener Stadt singt, der Hawley in den anschließenden knapp 100 Minuten ein beinahe epochales Denkmal baut.
Montag Abend im Comet Club Berlin. Eine Frau in weißen Cowboystiefeln huscht quer übers Parkett zur Bühne, mit einem strahlenden Lächeln begrüßt sie die Zuschauer. Dawn Landes ist umtriebig und ausgelassen wie ein Kind auf dem Spielplatz. Sie will jetzt singen und wartet nur drauf, ihre E-Gitarre anzuschließen. Aber erstmal zum Einstimmen ein paar langsame Songs ihres neuen Albums „Sweetheart Rodeo“...