Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
„Wir glauben, dass die einzige Ähnlichkeit zwischen uns und Green Day darin besteht, dass wir dieselbe Band sind. Das ist die einzige Gemeinsamkeit.” Mit diesen Worten übergaben die Foxboro Hot Tubs, hinter denen tatsächlich unsere beliebten Punkrocker (darf man die eigentlich noch so nennen?) stecken, Anfang April das Album „Stop drop and roll“ in die Hände des Schicksals und seitdem hält der Silberling im hübschen Schallplattendesign (nur als fragile Pappschachtel erhältich!) niemanden mehr auf den Plätzen. Ein buntes Potpourri an 60ern, 70ern und dem Besten von heut…nein, nicht wirklich.
Mit 27 ihrer bekannten und 3 neuen Nummern ist das nun erschienene Best Of der italienischen Rockikone Gianna Nannini ein recht umfangreicher Spross seiner Art. Zudem gibt es eine "Tour Edition" in limitierter Auflage, die zusätzlich zu den beiden CDs eine DVD mit exklusivem Videomaterial, Clips und Konzertausschnitten enthält. In Italien bereits mit 5x Platin ausgezeichnet sollten die Silberlinge auch hierzulande die Fans begeistern können.
Nach dem wirklich guten "War Stories" wird mit "END TITLES... STORIES FOR FILM" das nächste UNKLE-Album im Juli erscheinen - zumindest auf der Insel. Mit von der Partie ist wieder QotSA Frontmann Josh Homme und auch White Denim sowie Black Mountain dürfen diesmal mächtig mitmischen, um zu schaffen, was UNKLE-Kopf James Lavelle beschreibt als "a collection of eclectic recordings from UNKLE and various collaborators that were inspired by the moving image in the last two years since WAR STORIES."
Nach ihrem wirklich sehr guten Album "We all belong" (Hier zum Review), das auch bei uns noch in der Top 15 rangiert (siehe links), bringen die 60er-Vintage Kollegen von Dr. Dog ihr nächstes Album, welches auf den Namen "Fate" hört, in die Plattenläden. 11 Tracks soll das gute Stück enthalten und wer es (so wie wir) gar nicht abwarten kann, darf sich noch mal das Video zu "Alaska" im Artikel anhören.
Weite Wege hat dieses 20 Jahre junge Mädchen bereits zurückgelegt, um ihr Debüt „Faithfully“ endlich in die Welt schicken zu können. Hinter der in Deutschland produzierten, allerdings auf Englisch und internationalem Niveau daher kommenden Scheibe steckt niemand Geringerer als Peter Hoffmann, der in den letzten Jahren Tokio Hotel dahin geführt hat, wo sie heute sind. Aber warum wieder das gleiche machen? Jetzt eben mal Soul, Funk und eine prima Stimme in hübscher Verpackung.
Werte Damen und Herren, was Sie jetzt hören wird Sie derart verärgert zurück lassen, dass Sie den Künstler am liebsten einen sich nie wieder lösenden Knebel verpassen möchten. Warum? Weil die Musik in großen Teilen wirklich gut ist, der Gesang allerdings klingt, als ob alle Katzen Roms sich gegen die Welt verschworen hätten. Man weiß bei „Disappearer“ wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Den Titel ihrer Debüt-LP scheinen die Ting Tings mit unschuldig abwehrender Geste in weiser Voraussicht und im Wissen um den potentiellen Hype um ihr 2-Mann- bzw. 1-Mann-1-Frau-Projekt gewählt zu haben. Denn seitdem die beiden Briten als Duo ihre erste Single wie geschnitten Brot verkauften und sich der stampfende, aber nie ausufernd chaotisch klingende Elektro-Pop in die Hirne der nordenglischen Discogänger gebrannt hat, gibt es kein Entkommen mehr – auch nicht hier zu Lande.
Und die nächste „Überproduzenten-Verwurstung“ eins bisher eigentlich ganz netten Mädels mit ebenso netter Musik. Die authentischere der beiden Simpson Schwestern entfernt sich mit mittelgroßen Schritten nach 2 überaus erfolgreichen Pop/Rock (jaja!) Alben von ihren Wurzeln, entscheidet sich für Timbaland und Co und landet in der bekannten Beatmühle, die auch schon das aktuelle Madonnaalbum verhunzt hat. Durchgequält.
Es bleibt nicht aus bei der nun folgenden Albumbesprechung auf die enorme Anzahl an Auftritten zu verweisen, die Alex Amsterdam (geb. Rosin) seit Beginn seiner Solokarriere Ende 2006 bereits aufs Parkett gelegt hat. Über 120 sollen es mittlerweile sein, ein Ende ist nicht in Sicht. Und da die Chance daher sehr groß ist, dass auch ihr dem freundlichen Düsseldorfer mit seiner Indie-Pop-Attitüde, die ihn 2007 ins Finale des Deutschen Rock & Pop Preises gebracht hat, über den Weg laufen werdet, ist es an der Zeit sich mit seiner Debüt-LP auseinander zu setzen.